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Admiral Niederlande

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Dienststelle Kommandierender Admiral in den Niederlanden
Die Dienststelle des Marinebefehlshabers in den Niederlanden wurde am 19.06.1940 in Scheveningen-Den Haag aufgestellt und zunächst durch den Kommandeur des Marineartillerie-Regiments 21 geführt. Unterstellt dem Stationskommando Wilhelmshaven, umfasste der Bereich die Niederlande, die Westfriesischen Inseln (ohne Emsmündung) und Antwerpen. Am 01.02.1943 erfolgte die Umbenennung in Kommandierender Admiral in den Niederlanden. Die Dienststelle koordinierte die Abschnitte Nord- und Südholland sowie ab Herbst 1943 die Scheldemündung. In der Endphase des Krieges (Januar 1945) übernahm der Admiral nach Auflösung des B.S.N. die einsatzmäßige Führung der 1. Sicherungs-Division und damit des gesamten Küstenvorfeldes. Nach der Unterstellung unter den Oberbefehlshaber der Festung Holland im Februar 1945 wurde das Stabsquartier zuletzt nach Bloemendal verlegt.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formierung am 19.06.1940; Ursprung im Stab des Marineartillerie-Regiments 21 und dem Kommandanten im Abschnitt Holland.
Struktur: Gliederung in die Seekommandantenbereiche Nordholland und Südholland; Bereichsgrenzen wurden im Februar 1941 und Herbst 1943 (Schelde) angepasst.
Standorte: Zunächst Scheveningen; ab April 1942 Verlegung nach Utrecht; in den letzten Kriegswochen Verlegung des Hauptquartiers nach Bloemendal bei Vaal.
Kommandogewalt: Ab Februar 1943 Aufwertung zum Kommandierenden Admiral; ab Januar 1945 taktische Führung über das Küstenvorfeld via 1. Sicherungs-Division.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Sicherstellung minenfreier Zwangsfahrwege entlang der niederländischen Küste für U-Boote auf dem Marsch von den deutschen Basen zu den Atlantikstützpunkten.
Stützpunktschutz: Artilleristische und sicherungstechnische Absicherung der Häfen (z.B. IJmuiden), die als Nothäfen und Versorgungsstützpunkte für Kleinkampfverbände dienten.
Personalhistorie: In den Personalakten (BArch PERS 6) markiert diese Dienststelle oft eine Phase der Küstenverteidigung oder Stabsverwendung im besetzten Westraum.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-II / [Nr.] Kriegstagebücher des Marinebefehlshabers / Kommandierenden Admirals in den Niederlanden (Aufstellung und operative Führung).
BArch RM 7 / 2331 Seekriegsleitung: Akten zur Neudefinition der Bereichsgrenzen in Holland und der Unterstellung der 1. Sicherungs-Division 1945.
BArch RM 121 / 642 Personalwesen: Stellenbesetzungslisten der Seekommandanturen Nord- und Südholland sowie des Stabsquartiers Utrecht/Bloemendal.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Organisation der Dienststellen in den Niederlanden).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marinebefehlshaber im Westraum).
Harnack, Wolfgang Die Verteidigung der Küsten (Details zur artilleristischen Sicherung und den Abschnitten Nord- und Südholland).
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