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| Verband
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Kampfgeschwader 26 "Löwen-Geschwader"
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| Das Kampfgeschwader 26 wurde im Mai 1939 aufgestellt und entwickelte sich zum spezialisierten Elite-Verband für die Seekriegführung aus der Luft. Ausgerüstet mit der Heinkel He 111 und später primär mit der Junkers Ju 88, spezialisierte sich das Geschwader auf den Einsatz von Lufttorpedos (LT). Die Einsätze konzentrierten sich auf die Nordsee, das Nordmeer (PQ-Konvois) und das Mittelmeer. Besonders die I. und II. Gruppe erzielten bedeutende Erfolge gegen alliierte Geleitzüge und schwere Einheiten der Royal Navy. In den Personalakten dokumentiert der Dienst beim KG 26 eine Hochqualifizierung in der maritimen Waffentechnik und die enge operative Verzahnung mit den taktischen Erfordernissen der Kriegsmarine.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Aufstellung: |
01.05.1939 aus dem Stab des KG 257; Standorte unter anderem Lüneburg, Westerland/Sylt und später Stützpunkte in Norwegen (Bardufoss/Banak).
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| Spezialisierung: |
Ab 1941 Umbau zum Torpedogeschwader; intensive Schulung der Besatzungen an der Lufttorpedoschule Großenbrode für den Einsatz des F5b-Torpedos.
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| Struktur: |
Bestehend aus Stab, drei Frontgruppen und einer Ergänzungsgruppe; zeitweise Unterstellung einzelner Staffeln unter das Luftflottenkommando 5.
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| Führung: |
Bekannte Kommodore waren unter anderem Generalmajor Hans Siburg und Oberstleutnant Karl Stockmann.
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| Spezifische operative Details
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| Nordmeer-Operationen: |
Massiver Einsatz gegen die PQ-Geleitzüge PQ 17 und PQ 18; koordinierte Angriffe zur Zerschlagung des Sicherungsschirms für nachfolgende U-Boot-Angriffe.
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| Lufttorpedo-Taktik: |
Durchführung von Zangenangriffen im Tiefstflug zur Maximierung der Trefferwahrscheinlichkeit bei gleichzeitigem Schutz vor schwerer Flak-Abwehr.
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| Mittelmeer-Einsatz: |
Bekämpfung der alliierten Versorgungslinien nach Malta und Nordafrika; Angriffe auf Landungsköpfe während der Operation Torch.
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| Relevanz für die Marine / U-Boot-Waffe
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| Kombinierter Schlag: |
Das KG 26 lieferte die entscheidende Luftunterstützung für U-Boot-Operationen durch die Schwächung der Zerstörer-Sicherung mittels Torpedotreffern.
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| Aufklärungs-Verbund: |
Enge Zusammenarbeit mit den Fernaufklärern des KG 40 zur Zielzuweisung und zeitgleichen Bekämpfung georteter Feindverbände.
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| Biografischer Marker: |
In den Personalakten markiert die Zugehörigkeit zum KG 26 die Verwendung in einem der technisch anspruchsvollsten Kampfverbände der Luftwaffe über See.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RL 10 |
Kampfgeschwader 26: Kriegstagebücher, Einsatzberichte der Gruppen und detaillierte Verlustmeldungen der Torpedostaffeln (1939–1945).
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Individuelle Nachweise über Torpedoflieger-Qualifikationen und Bordverwendungen beim KG 26.
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| BArch RM 7 / 2331 |
Seekriegsleitung: Akten zur operativen Koordinierung zwischen Admiral Nordmeer und dem KG 26 bei der Geleitzugbekämpfung.
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| Literaturverweise
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| Steenbeck, Alexander |
Die Spur des Löwen: Der Weg des Kampfgeschwaders 26 durch Europa (Umfassende Geschwaderchronik mit Fokus auf Torpedoeinsätze).
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| Dierich, Wolfgang |
Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945 (Kurzchronik und tabellarische Übersicht der Gruppenstandorte und Umgliederungen).
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| Lohmann / Hildebrand |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Marineluftwaffe und der taktischen Kooperation mit den Kampfgeschwadern).
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