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| Ausbildung
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Marinegruppenkompanie Pillau
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| Die Marinegruppenkompanie Pillau war eine spezialisierte personelle Einheit, die innerhalb der strengen Kontingentvorgaben des Versailler Vertrags als Kader- und Ausbildungsschmiede fungierte. Als Teil der Schiffsstammdivision der Ostsee (S.D.O.) diente sie als administrativer und disziplinarischer Rahmen für Soldaten, die nach der Grundausbildung für Fachverwendungen im ostpreußischen Raum vorgesehen waren.
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| Organisation und Ausbildungsprofil
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| Struktur: |
Organisation innerhalb der Schiffsstammdivision der Ostsee (S.D.O.); aufgrund der räumlichen Trennung von Kiel genoss die Einheit in Pillau eine operative Sonderstellung.
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| Spezialistenausbildung: |
Zusammenfassung von Personal für technische und navigatorische Sonderlaufbahnen; vertiefte Schulung im Signaldienst und in der praktischen Seemannschaft.
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| Küstenschutz: |
Sicherung des Kriegshafens Pillau und der angrenzenden Gewässer; Dienst als Wachgänger und Teilnahme an Schießübungen zur Verteidigung der Küstenbefestigungen.
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| Führung: |
Leitung durch einen Kapitänleutnant, dem mehrere Divisionsoffiziere zur fachlichen und disziplinarischen Betreuung der Mannschaften unterstanden.
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| Spezifische Merkmale & Standortvorteil
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| Frisches Haff: |
Nutzung der geschützten Gewässer des Frischen Haffs für intensive Kleinfahrzeug-Ausbildung und Navigations-Belehrungsfahrten unter Ausschluss fremder Beobachtung.
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| Kaderbildung: |
Funktion als "Durchlaufstation" für hochqualifizierte Unteroffiziersanwärter, die für den späteren Dienst auf den ersten geheimen U-Boot-Prototypen im Ausland gesichtet wurden.
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| Festung Pillau: |
Enge Verzahnung mit den ortsfesten Marine-Artillerie-Einheiten zur Erprobung kombinierter Abwehrverfahren gegen See- und Luftziele.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Personalstamm: |
Die Kompanie stellte das Stammpersonal für Fahrzeuge der 1. Minensuchhalbflottille, wobei die navigatorischen Grundlagen für die spätere Verwendung auf Booten gelegt wurden.
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| Offiziersnachwuchs: |
Für Angehörige der Fähnrichskompanie bot der Dienst in Pillau die Möglichkeit, frühzeitig Führungsverantwortung in einer vom Hauptstandort isolierten, geschlossenen Einheit zu übernehmen.
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| Ausbildungstransfer: |
Die in Pillau gepflegten Standards in Disziplin und technischer Ausbildung bildeten das Fundament für die spätere Übernahme von Kommandos auf Booten wie dem Typ II A oder Typ II B.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 123 |
Akten der Marineschulen und Stammabteilungen (Stammrollen der Marinegruppenkompanie Pillau).
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| BArch RM 31 |
Akten der Marinestation der Ostsee (Befehle zur Organisation der Schiffsstammdivisionen).
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Dienstzeiten in der Gruppenkompanie Pillau bei späteren U-Boot-Kommandanten.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Landorganisation und S.D.O.).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Rössler, Eberhard |
"Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Kontext zur geheimen Ausbildung in der Reichsmarine-Ära).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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