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| Ausbildung
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Sperrlehrgang (Sperrwaffenlehrgang)
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| Der Sperrlehrgang war die fachspezifische Ausbildung für den Dienst mit Seeminen, Bojen und Netzsperren innerhalb der Kriegsmarine. Er bildete das technische Fundament für alle offensiven und defensiven Minenoperationen und war von zentraler Bedeutung für die Vermittlung von Kenntnissen über Zündermechanismen sowie den Schutz eigener Verbände vor feindlichen Sperrwaffen.
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| Entstehung, Funktion und Ausbildungsinhalte
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| Standorte: |
Zentralisierung der Ausbildung in der Sperrwaffenschule (Sperrschule) in Kiel-Wik; kriegsbedingte Verlegungen erfolgten nach Sonderburg und Swinemünde.
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| Minentechnik: |
Vermittlung von Aufbau und Funktionsweise verschiedener Minentypen (Ankertauminen, Grundminen) sowie deren Zündersysteme (magnetisch, akustisch, Druck).
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| Sperrwesen: |
Praktische Unterweisung im Bau und in der Instandhaltung von Netz- und Hafensperren sowie in der Durchführung koordinierter Minenräumverfahren.
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| Zielsetzung: |
Befähigung zur präzisen Planung und Durchführung von Minenunternehmen sowie zur Einschätzung der Gefahrenlage in feindlich verminten Gewässern.
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| Ende 1945: |
Einstellung der regulären Lehrgänge mit der Räumung der Ostseestützpunkte im Frühjahr 1945 im Zuge der allgemeinen Rückzugsbewegungen.
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| Spezifische Merkmale & Qualifikation
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| Spezialisten-Status: |
Der erfolgreiche Abschluss qualifizierte das Personal als Sperrgasten oder Sperroffiziere und wurde als Fachnachweis in der Personalakte | BArch PERS 6 vermerkt.
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| Sicherheitsdrill: |
Schulung im Umgang mit hochempfindlichen Zündersystemen und der Entschärfung eingespülter oder beschädigter Sperrwaffen unter erschwerten Bedingungen.
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| Sperrlotsen-Dienst: |
Ausbildung zur Führung auslaufender Einheiten durch die eigenen defensiven Minengürtel zum Schutz vor unbeabsichtigten Treffern.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Minen-U-Boote: |
Absolute Voraussetzung für Personal auf Booten der Typen VII D und XB; Training des präzisen Minenausstoßes aus den vertikalen Schächten.
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| Wachoffiziere: |
Obligatorischer Bestandteil der Ausbildung zur Einschätzung feindlicher Minenfelder (z. B. vor der britischen Küste) und zur Vermeidung von Navigationsfehlern in Sperrgebieten.
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| Eigenschutz: |
Vermittlung taktischer Verhaltensweisen beim Passieren von Netzsperren und dem Einsatz von Schneidgeräten zur Befreiung aus feindlichen Verhausungen.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 / 162 |
Dienstvorschriften über die Ausbildung an den Sperrwaffenschulen der Kriegsmarine.
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| BArch RM 123 |
Akten der Marinestation der Ostsee: Lehrgangspläne und Prüfungsprotokolle der Sperrschule Kiel.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Dokumentation der erfolgreichen Teilnahme am "Sperrlehrgang" als Voraussetzung für Sonderverwendungen.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel Erziehungs- und Bildungswesen).
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| Rössler, Eberhard |
"Die deutschen U-Boote und ihre Minenbewaffnung" (Technische Details und Ausbildungshintergründe).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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