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| Ausbildungseinrichtung
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Marine-Luftsperrschule
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| Die Marine-Luftsperrschule war eine hochspezialisierte Ausbildungseinrichtung der Kriegsmarine für den passiven und aktiven Schutz von Häfen und Stützpunkten gegen Luftangriffe mittels Sperrballonen und Luftsperrnetzen. Für die U-Boot-Waffe fungierte diese Institution als essentielle „Lebensversicherung“ in den Heimat- und Frontbasen, da sie durch dichte Ballonsperren das Eindringen feindlicher Tiefflieger und Torpedobomber in die sensiblen Bunkerbereiche massiv erschwerte oder verhinderte.
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| Historische Entwicklung und Einordnung
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| Kaiserliche Marine: |
Kein systematisches Luftsperrwesen bis 31.12.1918; die Luftbedrohung durch Höhenbomber machte den Einsatz von Ballonen zu dieser Zeit weitgehend wirkungslos.
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| Reichsmarine: |
Aufbau von Luftsperreinheiten aufgrund des Versailler Vertrags (01.01.1919 – 15.03.1935) untersagt; getarnte Forschung im Rahmen der allgemeinen Flak-Entwicklung.
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| Kriegsmarine: |
Einrichtung im April 1940 in Altenwalde bei Cuxhaven; Verlegung im Mai 1941 nach Pillau (Ostsee) zur Sicherung der Übungsgebiete fernab der alliierten Bomberreichweite.
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| Ende 1945: |
Einstellung des Betriebs im Februar 1945 infolge der Annäherung der Front an Pillau; Überführung des Fachpersonals in Marine-Schützen-Bataillone für den Erdkampf.
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| Aufgaben und Ausbildungsinhalte
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| Ballon-Technik: |
Handhabung, Gasfüllung (Wasserstoff/Helium) und Verankerung von Sperrballonen auf schwimmenden Einheiten sowie an Landstützpunkten.
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| Windenführung: |
Ausbildung der Bedienungsmannschaften für mobile und stationäre Windenwagen zur Haltung der Ballone in Höhen von bis zu 3.000 Metern.
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| Taktik: |
Strategischer Aufbau von Sperrgürteln um kriegswichtige Ziele, insbesondere U-Boot-Bunkeranlagen und Werftbereiche in den besetzten Gebieten.
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| Sperrwaffen: |
Schulung am „Paravane“-System (Schneidvorrichtungen an Haltekabeln) zum physischen Kappen von Flugzeugtragflächen bei Feindberührung.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Bunkerschutz: |
Absolventen sicherten die Basen Lorient und Brest durch dichte Ballonsperren; dies zwang alliierte Bomber in größere Höhen und reduzierte deren Treffergenauigkeit.
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| Ausbildungsräume: |
Schutz der Ankerplätze der U-Boots-Lehrdivisionen in der Ostsee gegen Luftangriffe während der taktischen Grundschulung der Besatzungen.
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| Begleitschutz: |
Gestellung von Personal für Luftsperrschiffe, welche Geleitzüge mit U-Boot-Nachschub gegen tieffliegende Torpedoflieger absicherten.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 20 |
Schulen der Kriegsmarine: Enthält Lehrgangspläne und Stellenbesetzungsberichte der Standorte Altenwalde und Pillau.
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| BArch RM 45-I |
Marinedienststellen in der Ostsee: Dokumentation der Stationierung und der operativen Unterstellung in Pillau.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge von Spezialisten der Luftsperrwaffenlaufbahn mit entsprechenden Qualifikationsnachweisen.
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| Literaturverweise
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 |
Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine (Laufbahnbestimmungen).
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt 170: Marine-Luftwaffe/Sperrwesen).
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| Völker, Karl-Heinz |
"Die deutsche Luftwaffe 1933–1939" (Details zur Kooperation zwischen Marine- und Luftsperrverbänden).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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