Aktionen

Küsten-Fliegergruppe 506

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 28. Februar 2026, 10:42 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Verband Küstenfliegergruppe 506 (K.Fl.Gr. 506)
Die Küstenfliegergruppe 506 war ein spezialisierter Verband der Seeluftstreitkräfte, der eng mit der Kriegsmarine zusammenarbeitete und als „Auge“ der U-Boot-Waffe fungierte. Gegründet 1937 in Dievenow, operierte sie während des Norwegen-Feldzugs von Stavanger und Trondheim aus. Ihre Hauptaufgabe lag in der Fernaufklärung feindlicher Geleitzüge im Nordatlantik und Nordmeer sowie in der direkten Geleitsicherung aus- und einlaufender U-Boote. Durch die Aufklärung von Minenfeldern und aktive Seenotrettung im Küstenvorfeld sicherte die Gruppe die operativen Basen der U-Boot-Waffe in der Nord- und Ostsee bis zu ihrer Eingliederung in das Kampfgeschwader 26 im Juni 1942.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Formierung am 01.07.1937 in Dievenow; im Oktober 1939 kurzzeitig aufgelöst und unmittelbar zur Sicherung der Ostseezugänge neu aufgestellt.
Standorte: Einsatzbasen in Pillau und Dievenow; später Verlegung nach Hörnum (Sylt) sowie nach Stavanger-Sola und Trondheim während des Unternehmens „Weserübung“.
Ausrüstung: Einsatz von Wasserflugzeugen (Heinkel He 115, Dornier Do 18); ab 1941 Umstellung auf die leistungsstarke, landgestützte Junkers Ju 88 A.
Ende 1942: Im November 1941 in Kampfgruppe 506 umbenannt; endgültige Eingliederung als II. Gruppe in das Kampfgeschwader 26 (II./KG 26) im Juni 1942.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Fernaufklärung: Ortung feindlicher Konvois im Nordatlantik und direkte Weitergabe der Positionsdaten an den Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) zur Ansetzung von Rudelangriffen.
Geleitschutz: Aktive Sicherung der U-Boot-Stützpunkte in Norwegen; Schutz der Boote gegen britische Luft- und Seeangriffe während der kritischen Revierfahrt im Küstenvorfeld.
Spezialaufgaben: Durchführung von Kontrollflügen zur Identifizierung feindlicher Minensperren vor den Häfen sowie Rettung von Besatzungen versenkter U-Boote aus Seenot.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 / 48 Kriegstagebuch (KTB) der K.Fl.Gr. 506: Enthält detaillierte Einsatzberichte zur operativen Zusammenarbeit mit den Einheiten der Kriegsmarine.
BArch RL 10 / 51 Luftwaffenführung: Meldungen über Seezielbekämpfung, Geleitsicherung und Aufklärungsergebnisse im Nordseeraum (1940–1941).
BArch RM 7 / 2336 Seekriegsleitung (Skl): Akten zur operativen Koordinierung und Nachrichtenübermittlung zwischen dem B.d.U. und den Seefliegerverbänden.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Seefliegerverbände: Gliederung und Einsatz der Küstenfliegergruppen).
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zur Umgliederung der K.Fl.Gr. 506 in das Kampfgeschwader 26).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Stationierung der Seeluftstreitkräfte in den besetzten Gebieten Norwegens).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132