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| Verband
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1. Minensuchflottille
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| Die 1. Minensuchflottille (1. M.S.-Flottille) gilt als Paradebeispiel für Kontinuität und Tradition in der deutschen Marinegeschichte. Von den Anfängen in der Kaiserlichen Marine über die Phase der Reichsmarine bis zum intensiven Fronteinsatz in der Kriegsmarine sicherte sie die lebenswichtigen Seewege und bildete das Rückgrat der küstennahen Sicherungsstreitkräfte.
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| Historische Entwicklung & Organisation
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| Kaiserliche Marine: |
Organisation in Halbflottillen zu je 5 Booten; Räumdienst in Nordsee und flämischen Gewässern zur Freihaltung der Wege für die Hochseeflotte und Flandern-U-Boote.
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| Reichsmarine: |
Aufstellung im Herbst 1924 in Kiel; 1933 Teilung und Verlegung nach Pillau (Ostpreußen). Ausrüstung mit älteren M-Booten und Torpedobooten als Bojenboote.
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| Kriegsmarine: |
Ab 1935 Modernisierung durch Neubauten vom Typ M 35. Einsatz im Polenfeldzug (1939) sowie aktive Teilnahme am Unternehmen Weserübung (1940).
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| Fronteinsätze: |
Sicherungsdienst am Atlantik (1940–41), Operation Beowulf im Baltikum (1942) sowie Geleitschutz vor Holland und in der Nordsee bis zum Kriegsende 1945.
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| Spezifische Merkmale & Taktik
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| Räumverfahren: |
Systematisches Absuchen von Fahrrinnen mittels mechanischer Räumgeräte (Scherdrachen) zur Beseitigung von Ankertauminen unter Gefechtsbedingungen.
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| Markierung: |
Einsatz spezialisierter Bojenboote zur präzisen Kennzeichnung geräumter Gassen, um nachfolgenden Verbänden eine minenfreie Passage zu garantieren.
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| Mutterflottille: |
Galt als exzellente Schule für Disziplin und Seemannschaft; die hier gesammelte Fronterfahrung bildete für viele Soldaten die Basis für den Wechsel zu anderen Waffengattungen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Raumsicherung: |
Freihaltung der Übungsgebiete der U-Boot-Lehrdivisionen in der östlichen Ostsee von sowjetischen Minensperren zur Gewährleistung einer sicheren Ausbildung.
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| Stützpunktschutz: |
Sicherungsdienst vor der französischen Küste zum Schutz der ein- und auslaufenden Boote in den großen Atlantikstützpunkten.
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| Personaltransfer: |
Zahlreiche Offiziere und Mannschaften nutzten den harten Dienst in der 1. M.S.-Flottille als qualifizierende Vorbereitung für den späteren Dienst in der U-Boot-Waffe.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 62 / 1 |
Kriegstagebuch (KTB) der 1. Minensuchflottille (Einsätze in der Ostsee und Danziger Bucht).
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| BArch RM 54 / 112 |
Akten des Befehlshabers der Sicherung zur operativen Führung der Sicherungsstreitkräfte.
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| BArch RM 7 / 2331 |
Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Bedeutung der Ostsee-Sicherung.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Systematische Übersicht der Flottillen und deren Besetzung).
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| Gröner, Erich |
"Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Technische Details zu den Minensuchbooten Typ 1935).
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| Harnack, Wolfgang |
"Die Verteidigung der Küsten" (Struktur der Sicherungsverbände im Bereich der Marinestationen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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