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Torpedo-B-Lehrgang

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Version vom 20. Februar 2026, 18:18 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
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Ausbildung Torpedo-B-Lehrgang (Belehrungslehrgang)
Der Torpedo-B-Lehrgang war eine fachspezifische Zusatzausbildung der Kriegsmarine, die sich primär mit den technischen und taktischen Besonderheiten der Torpedoseeminen (Typen TMB und TMA) befasste. Er fungierte als Brücke zwischen der klassischen Torpedoausbildung und der Minenkriegführung und war essentiell für Personal auf Einheiten, die Minen verdeckt durch Standard-Torpedorohre ausstoßen mussten.
Inhalte und Ausbildungsschwerpunkte
Waffentechnik: Fokus auf der Vorbereitung der Sinkminen für den Rohrausstoß sowie die korrekte Einstellung der Zündmechanismen und der Verankerungstiefe ohne eigenen Antrieb.
Zünderkunde: Handhabung hochempfindlicher Magnet- und Akustikzünder; Schulung zur Vermeidung von Unfällen bei der Schärfung der Waffen in engen Bordverhältnissen.
Wartung: Überprüfung der Funktionsfähigkeit unter extremem Feuchtigkeits- und Druckeinfluss zur Gewährleistung der Zuverlässigkeit bei Langzeitunternehmungen.
Standorte: Durchführung an der Torpedoschule in Flensburg-Mürwik oder an der Sperrschule in Kiel-Wik; Dokumentation des Abschlusses im Personalstammblatt (Bestand Pers 6).
Spezifische Merkmale & Qualifikation
Spezialisierung: Der Lehrgang war kürzer als die Hauptausbildung und diente der gezielten technischen Ergänzung für Personal der Torpedolaufbahn auf U-Booten und Zerstörern.
Magnetik-Schutz: Vermittlung von Kenntnissen über die Empfindlichkeit der Minenzünder gegenüber dem magnetischen Eigenfeld des ausstoßenden Bootes.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wachoffiziere: Oft obligatorisch für den II. Wachoffizier oder Torpedooffizier auf Booten, die für verdeckte Minenunternehmungen in feindlichen Küstengewässern vorgesehen waren.
Personalreserve: Gezielte Selektion von Personal (oft Obermatrosen der Torpedolaufbahn) zur Sicherstellung der fachgerechten Bestückung der Boote während der Baubelehrung.
Taktik-Präzision: Gewährleistung eines exakten Minenausstoß-Zeitplanes zur Erstellung lückenloser Sperren, ohne die eigene Position durch technische Fehlfunktionen zu verraten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften der Torpedoschule Flensburg-Mürwik über Fachlehrgänge für den Bootsdienst.
BArch RM 121 / 142 Lehrgangspläne und Prüfungsrichtlinien für Torpedo-Offiziere der Boote und Zerstörer (1939–1945).
BArch RM 3 / 1024 Berichte des OKM über die personelle Zuweisung von Spezialisten zur Torpedowaffe.
Literaturverweise
Rössler, Eberhard "Die Torpedos der deutschen U-Boote" (Technische Grundlagen zum Torpedoeinsatz im Bootsdienst).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Organisation der Waffenschulen).
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