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Flugzeug Ergänzungsgruppe (See)

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Verband Flugzeug-Ergänzungsgruppe (See)
Die Flugzeug-Ergänzungsgruppe (See) fungierte als entscheidendes Bindeglied zwischen den Seefliegerschulen und den aktiven Frontverbänden der Luftwaffe. Ihre Hauptaufgabe war die frontnahe Endausbildung sowie die Bereitstellung von Personal und Flugmaterial für Aufklärungs-, Küstenflieger- und Seenotstaffeln, um die operative Einsatzbereitschaft im Seekrieg sicherzustellen.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Gebildet zur Koordination des personellen Ersatzes für über See operierende Staffeln. Wesentlicher Standort war Kamp (Pommern).
Struktur: Unterstellung fachlich der Inspektion der See- und Küstenflieger. Einsatz von Fronttypen wie Arado Ar 196, Heinkel He 115 und Blohm & Voss BV 138.
Aufgabenprofil: Durchführung der „Endausbildung“ unter realitätsnahen Bedingungen (schwere Wetterlagen, Verbandsschulung, Seezielbekämpfung und Minenlegung).
Kriegsende: März 1945 Einstellung des Ausbildungsbetriebs durch Treibstoffmangel. Einsatz der verbliebenen Kräfte zur Küstensicherung und für Kurierdienste in der Ostsee bis zur Kapitulation am 08.05.1945.
Spezifische Merkmale & Ausbildung
Muster-Spezialisierung: Intensives Training auf dem Fernaufklärer BV 138 („Fliegender Holzschuh“), um die notwendige Seeausdauer für Atlantik-Einsätze zu erreichen.
Taktik-Zentrum: Erprobung und Schulung von kombinierten Angriffsverfahren gegen schwer gesicherte Geleitzüge in enger Abstimmung mit den neuesten Erkenntnissen der Frontstaffeln.
Personalreserve: Funktion als zentrales Reservoir für hochqualifizierte Beobachter, die bei personellen Verlusten in den Küstenfliegergruppen sofort an die Front (Norwegen/Frankreich) versetzt wurden.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Einweisungshilfe: Sicherstellung des Nachschubs an Beobachtern für jene Staffeln, die unmittelbar mit dem B.d.U. zur Einweisung von Rudeln auf Geleitzüge zusammenarbeiteten.
Routensicherung: Durchführung von Sicherungsflügen über den Übungsgebieten der Unterseeboot-Lehrdivisionen gegen feindliche Einflüge im Kattegat und an der pommerschen Küste.
Funk-Erprobung: Testlauf neuer Verfahren zur direkten Funkverständigung zwischen Flugzeugen und getauchten Booten; Transfer der Ergebnisse in die taktischen Anweisungen der Frontbesatzungen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 9 Akten der Ausbildungs- und Ergänzungseinheiten der Luftwaffe (Personalstärke und Zuweisungslisten).
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Operative Einplanung für Sicherungsaufgaben).
BArch RL 2-III Unterlagen des Generalquartiermeisters der Luftwaffe (Verlustlisten und Bestandsmeldungen).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Luftwaffenverbände im Seekrieg).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Ketley, Barry "Luftwaffen-Seeflieger 1935–1945" (Rolle der Ergänzungseinheiten für die Frontstaffeln).
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