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Wasserbombe

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Bewaffnung / U-Jagd Alliierte Wasserbomben
Die Wasserbombe war die primäre Waffe von Überwasserstreitkräften und Flugzeugen zur Bekämpfung getauchter U-Boote. Sie besteht aus einem zylindrischen Metallbehälter, der mit hochexplosivem Sprengstoff gefüllt ist. Die Auslösung erfolgt über einen hydrostatischen Zünder, der bei Erreichen einer voreingestellten Tiefe auf den Wasserdruck reagiert. Die zerstörerische Wirkung beruht auf der Inkompressibilität des Wassers: Die bei der Detonation entstehende Druckwelle überträgt sich schockartig auf den Bootskörper, was zu Leckagen, dem Ausfall elektrischer Systeme oder dem Bruch des Druckkörpers führt.
Die alliierten Seestreitkräfte nutzten im Zweiten Weltkrieg verschiedene Typen von Wasserbomben, die nach dem "Mark"-System (Abk. Mk.) klassifiziert wurden. Während zu Kriegsbeginn die zylindrische Mk. VII der Royal Navy den Standard bildete, führten steigende Tauchtiefen der deutschen U-Boote zur Entwicklung schwererer Ladungen (Mk. X) und aerodynamischer Formen (Mk. XI, Mk. 9) für schnellere Sinkgeschwindigkeiten. Die Zerstörungswirkung basierte auf der Druckwelle des Unterwassersprengstoffs (Amatol, Minol oder Torpex), wobei die Zündtiefe mittels hydrostatischer Pistolen präzise am Zündkopf eingestellt wurde.
Britische Wasserbomben (Royal Navy)
Mk. VII: Standard-Wabo (zylindrisch); 130 kg Amatol; Zündtiefe: 15 m bis 150 m (später 210 m).
Mk. VII Heavy: Mit Zusatzgewicht für schnelleres Sinken; Zündtiefe bis 275 m.
Mk. X: Schwere Wabo (ca. 1360 kg); 900 kg Torpex; Einsatz aus Torpedorohren gegen tiefe Ziele.
Mk. XI: Aerodynamische Tropfenform; 145 kg Torpex; hohe Sinkgeschwindigkeit (ca. 5 m/s).
Amerikanische Wasserbomben (US Navy)
Mark 6: Zylindrische Standardform; 136 kg TNT; Zündtiefe: 10 m bis 180 m.
Mark 7: Schwere Version der Mk. 6; 270 kg TNT; für größere Schadensradien.
Mark 9: "Teardrop" (Tropfenform); 90 kg Torpex; Zündtiefe bis 180 m; sehr hohe Präzision.
Mark 14: Spezial-Wabo für extrem große Tiefen; Zündbereich bis zu 300 m.
Technische Daten und Wirkung
Sprengstoffe: Übergang von Amatol zu Torpex (ca. 50 % höhere Brisanz).
Sinkraten: Zylindrische Formen: ca. 2,5 m/s; Tropfenformen: bis zu 6 m/s.
Schadensradius: Letale Zone: 6-10 m; Schwere strukturelle Schäden: bis zu 25 m Entfernung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Gefahr: Die US-Mark 9 war aufgrund der hohen Sinkgeschwindigkeit schwer auszummanövrieren.
Taktik: Vergrößerung der Zündtiefen zwang deutsche Boote zur Entwicklung der Tieftauchfähigkeit.
Ortung: Enge Kopplung der Mk.-Einstellungen an die ASDIC-Entfernungsmessung.
Quellenverweise - | The National Archives
TNA ADM 186 Admiralty Publications: Technical details of Mark VII and Mark XI Depth Charges.
TNA ADM 199 War History Cases: Statistical analysis of U-boat kills by Mark-series charges.
NARA RG 19 Bureau of Ships: Specifications for US Navy Mark 6 and Mark 9 depth charges.
Literaturverweise
Campbell, John „Naval Weapons of World War Two“ (Details zu britischen und US-Wabos).
Rössler, Eberhard „Die deutschen U-Boote und ihre Gegner“ (Alliierte Abwehrwaffen).
Friedman, Norman „U.S. Naval Weapons“ (Evolution of depth charge technology).
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