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Höheres Kommando der Torpedoschulen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Dienststelle Höheres Kommando der Torpedoschulen
Das Höhere Kommando der Torpedoschulen wurde gemäß Verfügung des OKM vom 10.01.1944 zum 01.02.1944 in Flensburg-Mürwik neu gebildet. Es diente der zentralen Steuerung und Vereinheitlichung der gesamten torpedotechnischen und -taktischen Ausbildung innerhalb der Kriegsmarine. Dem H.K.T. unterstanden mehrere Torpedoschulen, ein eigener Schulverband sowie spezialisierte Ausbildungsstellen in den besetzten Gebieten (West, Nord, Ost). Die Dienststelle stellte sicher, dass die Ausbildung an der Hauptwaffe der U-Boote und Torpedoboote trotz der Dezentralisierung durch die Kriegslage auf höchstem Niveau verblieb.
Entstehung, Gliederung und Führung
Aufstellung: 01.02.1944 (Geh. OTB 15/1944); Sitz des Stabes in Flensburg-Mürwik.
Unterstellungen: Torpedoschule I (Mürwik), II (Regenwalde), III (Kolberg); Schulverband des H.K.T. (Travemünde); Torpedoschulschiff HUGO ZEYE.
Ausbildungsstellen: Torpedoausbildungsstelle Ost (Gotenhafen), West (Paris) und Nord (Drontheim).
Höherer Kommandeur: 01.02.1944 – 00.03.1945: Kapitän zur See Hans Ibbeken.
Spezifische Merkmale
Zentralisierung: Bündelung der Fachkompetenz für die Einweisung in neue Torpedotypen (z.B. Zaunkönig, FAT/LUT) und Zündersysteme.
Regionalisierung: Die Außenstellen (West, Nord, Ost) ermöglichten die Ausbildung direkt in den Frontstützpunkten zur Entlastung der Heimatschulen.
Schulschiffe: Einsatz der HUGO ZEYE und des Schulverbandes zur praktischen Schießausbildung unter realistischen Bedingungen auf See.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Fachpersonal: Das H.K.T. verantwortete die Ausbildung sämtlicher Torpedomechaniker und Torpedooffiziere für die U-Boot-Flottillen.
Taktik: Vermittlung der neuesten Schießverfahren für den Einsatz von Flächensuch-Torpedos in der Atlantikschlacht.
Frontnähe: Durch die Ausbildungsstelle West (Paris) konnten U-Boot-Besatzungen während der Werftliegezeiten in Frankreich technisch geschult werden.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die Neuordnung der Torpedoschulen und Befehle des H.K.T.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die personelle Ergänzung und den Ausbildungsstand an der Torpedowaffe 1944/45.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Kapitän zur See Hans Ibbeken als Höherer Kommandeur.
Literaturverweise
Rössler, Eberhard „Die Torpedos der deutschen U-Boote: Entwicklung, Herstellung und Eigenschaften der deutschen Marine-Waffe“.
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: Torpedowaffe).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Höheren Kommandeure).
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