U-Lehrgang für Mannschaften
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| Datenblatt
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U-Lehrgang für Mannschaften
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| U-Lehrgang für Mannschaften war die obligatorische fachliche Basisausbildung für jeden Matrosen und Gefreiten, der nach der Grundausbildung zur U-Boot-Waffe versetzt wurde. Er diente dazu, die Soldaten physisch und technisch auf die extremen Bedingungen an Bord von U-Booten vorzubereiten.
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| Ausbildungsorte und Dauer:
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| Die Ausbildung fand primär bei der 1. U-Lehrdivision (Pillau/Hamburg) oder der 2. U-Lehrdivision (Gotenhafen) statt. Die Dauer betrug im Regelfall vier bis sechs Wochen, wurde jedoch gegen Kriegsende (insbesondere für den Typ XXI) oft gestrafft.
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| Tauchretter-Training:
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| Das wichtigste Element war die Ausbildung am Tauchretter. In speziellen Tauchtöpfen mussten die Mannschaften das kontrollierte Aussteigen aus einem simulierten U-Boot-Wrack aus verschiedenen Tiefen üben. Dies diente nicht nur der Technikschulung, sondern auch als psychologisches Auswahlkriterium, um Soldaten mit Platzangst oder Panikneigung frühzeitig auszusortieren.
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| Tauch- und Trimmlehre:
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| Auch die Mannschaften mussten die physikalischen Grundlagen des U-Bootes verstehen. Sie lernten das Zusammenspiel der Flut- und Entlüftungsventile sowie die Bedeutung der Gewichtsverteilung. Jeder Soldat, vom Obermatrosen bis zum Steuermannsschüler, musste wissen, wie das Boot in einer Notsituation (z. B. nach Wassereinbruch) stabilisiert werden kann.
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| Bordorganisation und Fachkunde:
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| Der Lehrgang vermittelte die strikte Bordordnung gemäß der Marine-Dienstvorschrift Nummer 293. Die Mannschaften wurden in ihre künftigen Rollen eingewiesen – etwa als Zentrale-Gast, Torpedogast oder Funkgast –, wobei sie die spezifischen Handgriffe lernten, die auf engstem Raum unter Stress fehlerfrei funktionieren mussten.
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| Abschluss und Versetzung:
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| Erst nach bestandenem U-Lehrgang galt der Soldat als „U-Boot-tauglich“. Es folgte entweder die Kommandierung zur Baubelehrung eines Neubaus oder die Versetzung als Ersatzpersonal in die Personalreserve einer Frontflottille.
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| Quellenangabe
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| Bundesarchiv, Signatur RM 91 |
Dienststellen der U-Boot-Waffe - Invenio Online-Recherche. Dokumentiert die Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinien der Lehr-Divisionen.
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| Lexikon der Wehrmacht |
Siehe Lexikon der Wehrmacht Artikel über die Unterseeboots-Lehr-Divisionen und deren Ausbildungskapazitäten.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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