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Beobachterausbildung

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Datenblatt Beobachterausbildung
Die Beobachterausbildung war eine hochspezialisierte Qualifizierung für Offiziere der Reichsmarine und Kriegsmarine, die darauf abzielte, das „Auge“ des Flugzeugs für die Seekriegführung zu schulen. In der U-Boot-Waffe war diese Erfahrung besonders wertvoll für das Verständnis der Luftbedrohung und der taktischen Zusammenarbeit.
Die Beobachterausbildung (See)
Der Beobachter war an Bord eines Seeflugzeugs der eigentliche taktische Kommandant. Während der Flugzeugführer für die Steuerung zuständig war, verantwortete der Beobachter die Navigation, die Zielansprache und die Kommunikation mit der Flotte.
Ausbildung in der Reichsmarine (1921–1935)
Trotz des Flugverbots durch den Versailler Vertrag hielt die Reichsmarine die Beobachtertradition geheim aufrecht. Junge Offiziere (beispielsweise der Crews 25 bis 32) besuchten Tarnorganisationen wie die „Seeflug-G.m.b.H.“ oder die Fliegerschule (See) Parow.
Schwerpunkte: Intensive Schulung in der See-Navigation und der optischen Aufklärung. Ein Offizier, der bereits als Flaggleutnant oder Signaloffizier gedient hatte, brachte die notwendige Präzision im Signaldienst mit, um Nachrichten mittels Morseblinken oder Funk an die 1. Marine-Nachrichtenabteilung zu übermitteln.
Anforderungen in der Kriegsmarine
Mit der offiziellen Aufstellung der Bordfliegergruppen wurde die Ausbildung systematisiert.
Navigationslehrgang (Luft): Der Beobachter musste die Standortbestimmung über Wasser perfekt beherrschen, um U-Booten präzise Zielkoordinaten für Geleitzüge zu liefern.
Waffenausbildung: Er wurde an Bordwaffen geschult (ähnlich dem Schützenlehrgang) und koordinierte den Einsatz von Abwurfwaffen (Bomben und Torpedos).
Funk- und Signalwesen: Die Beherrschung der Enigma-Verschlüsselung und der Funkdisziplin war entscheidend, um die eigene Position gegenüber der alliierten Funkpeilung zu schützen.
Bedeutung für spätere U-Boot-Kommandanten
U-Boot-Offiziere profitierten massiv von einer Beobachterausbildung. Sie kannten die Sichtverhältnisse aus der Luft und wussten genau, wie ein Flugzeug ein U-Boot bei verschiedenen Tauchtiefen wahrnimmt. Dieses Wissen war die Basis für die Entwicklung der Meldeformeln bei Flugzeugsichtung und das taktische Verhalten beim Alarmaustauchen.
Quellenangabe
Bundesarchiv, Signatur RL 10 Verbände und Ausbildungseinheiten der Luftwaffe/Seeflieger. Direktrecherche Invenio. Enthält die Lehrgangslisten für See-Beobachter.
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