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| Datenblatt
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Befehlshaber der U-Boote Operationsabteilung (B.d.U.Op.)
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| Die Dienststelle des Befehlshaber der U-Boote op. (B.d.U. op.) bildete das operative Nervenzentrum der U-Boot-Waffe und war für die direkte taktische Führung der Frontboote im Atlantik, der Nordsee und im Indischen Ozean verantwortlich.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Struktur: Am 17.10.1939 erfolgte die Trennung der Führung des B.d.U. in eine Operationsabteilung (operative Leitung) und eine Organisationsabteilung (truppendienstliche Führung). Im August 1941 wurde dieser Stab durch die Zentralabteilung ergänzt.
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| Neuordnung 1943: Im März 1943 wurde die bisherige Operationsabteilung aufgelöst und als Unterseebootsführungsabteilung (2/Skl B.d.U. op) in den Marinenachrichtendienst eingegliedert, um die operativen Aufgaben zentralisiert fortzuführen.
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| Leitung: Die Leitung der Operationsabteilung lag über den gesamten Zeitraum von Oktober 1939 bis Mai 1945 in den Händen von Eberhard Godt.
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| Ende: Mit der Gesamtkapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 stellte die Dienststelle ihre Tätigkeit ein. Teile des Stabes befanden sich zuletzt im Raum Plön/Flensburg und wurden dort von britischen Einheiten gefangen genommen.
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| Operative Zuständigkeiten nach Kriegsschauplätzen
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| Während der B.d.U. op. die Boote im Atlantik, der Nordsee und dem Indischen Ozean (ab 1943) ohne Zwischenschaltung der Flottillen führte, galten regional abweichende Unterstellungen:
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| Mittelmeer: Bis Nov. 1941 geteilte Führung (Westen: B.d.U. op. / Osten: 23. U-Flottille); danach beim F.d.U. Italien bzw. Mittelmeer.
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| Nordmeer: Führung durch den Admiral Nordmeer (via Marinegruppenkommando Nord), ab Jan. 1943 durch den F.d.U. Norwegen bzw. Nordmeer.
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| Schwarzes Meer: Operative Leitung durch den Chef der 30. U-Flottille (nach Weisung Admiral Schwarzes Meer).
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| Ostsee: Wechselnde Zuständigkeiten vom F.d.U. Skl (1939) über den Befehlshaber der Kreuzer (1941) bis zum Admiral östliche Ostsee (1944/45).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Zentrale Führung: Der B.d.U. op. war die einzige Instanz, die über den Funkweg direkten Zugriff auf alle Boote im Hauptkriegsschauplatz (Atlantik) hatte und die „Rudeltaktik“ (Geleitzugschlachten) in Echtzeit steuerte.
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| Strategische Koordination: Er war verantwortlich für die Zuweisung von Versorgungs-U-Booten („Milchkühe“) und die operative Auswertung der B-Dienst-Ergebnisse (Funkaufklärung).
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| Biografische Instanz: Für die Offiziere im U-Boot-Archiv Wiki ist der B.d.U. op. die entscheidende Beurteilungsstelle; fast jede Ordensempfehlung (z.B. Ritterkreuz) und jede Kommandantenbeurteilung durchlief den Schreibtisch von Eberhard Godt.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 8 / 44 |
Kriegstagebuch (KTB) der Operationsabteilung des B.d.U. op.
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| BArch RM 7 / 2336 |
Akten der Seekriegsleitung zur personellen und organisatorischen Umstrukturierung der Abteilung 2/Skl B.d.U. op.
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| BArch PERS 6 / 1341 |
Offizierspersonalakte Eberhard Godt (Leitung 1939–1945).
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| Literaturverweise
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zum Stab des B.d.U.).
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| Hessler, Günter |
The U-Boat War in the Atlantic 1939–1945. (Detaillierte Analyse der Befehlswege).
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| Blair, Clay |
Der U-Boot-Krieg. Die Gejagten 1942–1945. (Hintergründe zur taktischen Führung unter Admiral Godt).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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