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U-Abnahme-Kommission

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Datenblatt U-Abnahme-Kommission
Die U-Abnahme-Kommission (U.A.K.) der Kaiserlichen Marine war das zentrale Kontrollorgan für die technische Prüfung, Erprobung und förmliche Übernahme aller U-Boot-Neubauten von den Werften.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Mit der zunehmenden Bedeutung der U-Boot-Waffe (ab ca. 1906/1907) wurde eine spezialisierte Kommission benötigt, die die Einhaltung der militärischen Spezifikationen überwachte.
Sitz: Die Kommission hatte ihren Hauptsitz in Kiel, operierte jedoch mit Unterkommissionen direkt an den großen Werftstandorten wie der Kaiserlichen Werft Danzig, Germaniawerft (Kiel) und Vulkan (Hamburg).
Funktion: Sie bildete die Schnittstelle zwischen dem Reichsmarineamt (RMA) als Auftraggeber und den privaten sowie staatlichen Werften. Erst nach dem erfolgreichen Abschluss der Erprobungsprogramme (Tauchtiefe, Geschwindigkeit, Waffentests) erklärte die U.A.K. das Boot für „frontreif“.
Struktur: Geleitet wurde die U.A.K. von erfahrenen Marine-Ingenieuren und Seeoffizieren, die oft selbst als Kommandanten der frühen Boote gedient hatten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Qualitätssicherung: In der Kaiserzeit war die U-Boot-Technik (insbes. Dieselmotoren und Batterien) noch im Experimentierstadium. Die U.A.K. stellte sicher, dass nur technisch zuverlässige Boote an die Frontflottillen abgegeben wurden.
Indienststellung: Der formale Akt der Indienststellung erfolgte unter Aufsicht der U.A.K. In den Personalpapieren von Kommandanten der Kaiserzeit ist die Zeit der Baubelehrung oft als Kommandierung „zur Verfügung der U.A.K.“ vermerkt.
Technologietransfer: Die Kommission sammelte Erfahrungen aus den ersten Kriegsjahren und sorgte dafür, dass technische Verbesserungen unmittelbar in die laufenden Bauserien (z.B. Mittel-U-Boote oder UC-Minenleger) einflossen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 3845 Akten des Reichsmarineamtes betreffend die Organisation und Bestimmungen für die Abnahme-Kommissionen der Unterseeboote.
BArch RM 20 / 1735 Unterlagen der Inspektion des Unterseebootwesens zur Zusammenarbeit mit der U.A.K. bei der Erprobung neuer Typen.
BArch RM 97 / 12 Erprobungsprotokolle und Abnahmeberichte der U.A.K. für die frühen Bauserien (U 1 bis U 20).
Literaturverweise
Rössler, Eberhard Geschichte des deutschen U-Bootbaus. (Band 1, beschreibt detailliert die Rolle der Abnahmekommissionen in der Kaiserzeit).
Hildebrand, Hans H. / Steinmetz, Ernest Die deutschen Kriegsschiffe. (Bietet Kontext zur werftseitigen Abnahme und den administrativen Abläufen im RMA).
Spindler, Arno Der Handelskrieg mit U-Booten. (Erwähnt die Bedeutung der U.A.K. für die Frontreife der während des Krieges fertiggestellten Boote).
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