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2. Schiffsstammabteilung der Nordsee

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Datenblatt 2. Schiffsstammabteilung der Nordsee
Die 2. Schiffsstammabteilung der Nordsee war das Pendant zur Stralsunder Abteilung für den Nordseebereich. Sie war die zentrale „Eingangstür“ für Rekruten, die ihre Laufbahn bei den Nordsee-Stationen begannen. Die 2. S.S.A. Nordsee führte die Grundausbildung für Rekruten durch und fungierte als personelles Reservoir für die Neuaufstellungen der Flotte; sie stellte sicher, dass die Soldaten vor ihrer fachspezifischen Ausbildung eine einheitliche militärische Basis erhielten.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Die Abteilung wurde im Zuge des Aufbaus der Kriegsmarine formiert. Ihr Hauptstandort war über lange Zeit Wilhelmshaven (insbesondere die Kasernenanlagen in der Stadt und am Hafen).
Funktion: Durchführung der infanteristischen Grundausbildung für Mannschaften und Offiziersanwärter.
Rekrutenausbildung: Vermittlung soldatischer Grundlagen (Exerzieren, Waffenlose Selbstverteidigung, Schießausbildung mit dem Gewehr 98k).
Vorauslese: Wie in der Ostsee wurden hier die Rekruten auf ihre Tauglichkeit für den U-Boot-Dienst gesichtet. Freiwillige wurden von hier aus an die U-Stammkompanien der Nordsee-Flottillen (z. B. in Wilhelmshaven oder später in den besetzten Gebieten) überwiesen.
Ende: Mit dem Herannahen der alliierten Bodentruppen im Frühjahr 1945 wurde der Ausbildungsbetrieb eingestellt. Die Reste der Abteilung wurden zur Verteidigung der „Festung Wilhelmshaven“ in Marine-Schützen-Einheiten eingegliedert oder fielen bei Kriegsende im Mai 1945 in britische Gefangenschaft.
Struktur der 2. Schiffsstammabteilung der Nordsee
Abteilungsstab (Sitz: Wilhelmshaven):
Abteilungskommandeur: Meist ein Fregattenkapitän oder Kapitän zur See.
Adjutant: Zuständig für den täglichen Dienstbetrieb und Offiziersangelegenheiten.
Abteilungs-Ingenieur: Verantwortlich für die technischen Anlagen und Kasernen.
Abteilungsarzt: Leitung des Sanitätsbereichs.
Ausbildungskompanien (Meist 4 bis 6 Kompanien):
Jede Kompanie hatte eine spezifische Aufgabe oder betreute einen bestimmten Jahrgang/Crew:
Stammkompanie: Verwaltung des Stammpersonals (Ausbilder, Verwaltung, technisches Personal).
1. – 4. Ausbildungskompanie: Hier fand die eigentliche infanteristische Grundausbildung der Rekruten statt.
Unterteilung in Züge (geführt von einem Zugoffizier, meist Leutnant zur See).
Unterteilung der Züge in Gruppen (geführt von einem Maat oder Obermaat).
Spezialistenzüge (Teilweise vorhanden):
Schreiberschulung: Vorbereitung von Personal für die Verwaltung.
Musikkorps: Die Abteilung verfügte oft über eine eigene Musikeinheit für Zeremonien in Wilhelmshaven.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Einstiegspunkt: Viele spätere U-Boot-Männer (Mannschaften wie Offiziere) begannen hier ihre Laufbahn. Für Berufssoldaten wie Ernst Cordes oder Heinz-Ehlert Clausen war der Dienst in einer S.S.A. die erste Station ihrer militärischen Vita.
Selektion: Bereits während der Zeit in der 2. S.S.A. erfolgte die erste Sichtung von Freiwilligen für die U-Boot-Waffe, wobei besonderes Augenmerk auf die physische Belastbarkeit und die soldatische Haltung gelegt wurde.
Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) ist die 2. S.S.A. oft als die Einheit vermerkt, bei der die Vereidigung und die erste Einkleidung der Rekruten stattfand.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Organisation und den Ausbildungsbetrieb der Schiffsstammabteilungen
BArch RM 121 / 642 Rekrutenstammrollen der 2. Schiffsstammabteilung der Nordsee (Wilhelmshaven/Wesermünde)
BArch RM 3 / 1024 Akten des OKM zur personellen Auffüllung und zum Ausbau der Ausbildungskapazitäten in der Nordsee
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation der Marinestation der Nordsee)
Mallmann Showell, Jak P.: The German Navy in World War Two (Details zur Rekrutenausbildung und den Schiffsstammabteilungen)
Uhle-Wettler, Franz: U-Boot-Krieg – Überlebenskampf und Perspektiven (Kontext zur militärischen Vorbildung des U-Boot-Personals)
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