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Levante

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Datenblatt Transportschiff Levante
Das Transportschiff Levante war ein modernes Fracht- und Passagierschiff der Deutschen Levante-Linie (D.L.L.), das im Zweiten Weltkrieg von der Kriegsmarine für bedeutende Nachschubaufgaben im Mittelmeer und im Nordraum eingesetzt wurde. Die Levante diente der Kriegsmarine als schneller Truppen- und Materialtransporter; sie war insbesondere an der logistischen Versorgung des Deutschen Afrikakorps (D.A.K.) sowie an den Nachschublinien nach Skandinavien beteiligt.
Historischer Kontext & Technische Daten
Herkunft: Das Schiff wurde 1939 bei der Werft Deutsche Werft AG in Hamburg-Finkenwerder für die Deutsche Levante-Linie fertiggestellt.
Kriegseinsatz: Mit Beginn des Krieges wurde das Schiff requiriert. Es zeichnete sich durch seine hohe Geschwindigkeit und moderne Ausstattung aus, was es für riskante Einsätze in den umkämpften Gewässern des Mittelmeers prädestinierte.
Einsatzgebiete: Die Levante transportierte Truppen und schweres Gerät für das Afrikakorps nach Libyen. Nach dem Verlust der afrikanischen Stützpunkte wurde sie verstärkt für Truppenbewegungen im Ostseeraum und nach Norwegen eingesetzt.
Ende: Das Schiff überstand den Krieg und wurde nach 1945 als Kriegsbeute an die Siegermächte ausgeliefert (später unter sowjetischer Flagge als Armeniya im Dienst).
Rückkehr aus dem Mittelmeer
Nach der Kapitulation der Achsenmächte in Tunesien im Mai 1943 gelang der Levante der gefährliche Durchbruch aus dem Mittelmeer zurück in deutsche Heimatgewässer, woraufhin sie für den Dienst im Nordraum umgerüstet wurde.
Der Durchbruch nach Norden
Wegstrecke: Die Levante passierte die von den Briten kontrollierte Straße von Gibraltar – oft unter Ausnutzung von Schlechtwetterperioden oder im Schutz der Dunkelheit.
Neutrale Gewässer: Ein Großteil des Rückmarsches erfolgte innerhalb der Dreimeilenzone entlang der spanischen und portugiesischen Küste, um völkerrechtlichen Schutz vor Angriffen der Royal Navy zu suchen.
Ankunft im Westraum: Nachdem sie die Biskaya durchquert hatte, erreichte sie die schützenden Stützpunkte in Westfrankreich, die unter dem Schutz des Fliegerführers Atlantik und des Führers der Minensuchboote West standen.
Einsatz im Nordraum (1944–1945)
Umgliederung: In der Ostsee wurde das Schiff durch die K.M.D. Hamburg oder K.M.D. Oslo für die spezifischen Bedingungen im Norden (Eisschutz, veränderte Bewaffnung) vorbereitet.
Versorgung Norwegens: Ab Ende 1943 wurde sie zum Rückgrat der Truppenverschiebungen zwischen Dänemark, Deutschland und Norwegen. Sie transportierte nun Material für die U-Boot-Stützpunkte des F.d.U. Norwegen, die nach dem Verlust Afrikas strategisch an Bedeutung gewonnen hatten.
Relevanz für die Marine-Organisation
Logistische Schlagkraft: Schnelle Transporter wie die Levante waren essenziell, um die Blockade der Alliierten im Mittelmeer zu durchbrechen. Sie operierten oft unter dem Schutz von Sicherungsflottillen der Kriegsmarinedienststelle (K.M.D.).
Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) finden sich häufig Nachweise über Kommandierungen von technischem Personal der U-Boot-Waffe auf solche Transportschiffe, um den fachgerechten Transport von empfindlichen Ersatzteilen und Torpedos sicherzustellen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung zur Erfassung und Verwendung der schnellen Transportflotte.
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Sicherung von Nachschubtransporten für das Afrikakorps.
BArch RM 62 / [Nr.] Kriegstagebücher der Sicherungsverbände im Mittelmeer mit Berichten über Geleitzüge der S/S Levante.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zum Seetransportwesen im Mittelmeer).
Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945 (Band 4: Hilfsschiffe und Truppentransporter – Technische Daten).
Rössler, Eberhard: Geschichte des deutschen U-Bootbaus (Kontext zur logistischen Unterstützung überseeischer Stützpunkte).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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