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Z 2 Georg Thiele

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Schiffstyp Zerstörer Z 2 Georg Thiele
Die Z 2 Georg Thiele war ein Zerstörer der Klasse 1934. Das Schiff erlangte historische Berühmtheit durch seinen opfervollen Einsatz während der Schlacht um Narvik (Unternehmen Weserübung), bei dem es den Rückzug anderer Einheiten deckte und schließlich nach Verbrauch der Munition am Fjordufer auf Grund gesetzt wurde.
Baudaten & Technische Daten
Bauwerft: Deutsche Werke, Kiel.
Kiellegung: 07.07.1934.
Stapellauf: 18.08.1935.
Indienststellung: 27.02.1937.
Tonnage: 2.232 t (Standard) - 3.156 t (Maximal).
Dimensionen: Länge: 119,30 m / Breite: 11,30 m / Tiefgang: 4,23 m.
Besatzung: 325 Mann.
Maschinenanlage
Kessel: 6 x Wagner-Deschimag-Dampfkessel.
Antrieb: 2 x Wagner-Dampfturbinen.
Leistung: 70.000 PS.
Geschwindigkeit: 38,2 kn (ca. 71 km/h).
Bewaffnung (Ursprünglich 1937)
Hauptartillerie: 5 × 12,7 cm C/34 (in Einzellafetten).
Flak: 4 × 3,7 cm C/30 (in Doppellafetten), 4 × 2 cm C/30 Flak.
Torpedos: 2 x 4 - 53,3 cm Torpedorohre.
Letzte Bewaffnung & Ortung (Stand Narvik 1940)
Flak-Verstärkung: Erhöhung auf 6 bis 8 × 2 cm C/30 Flak durch zusätzliche Einzellafetten auf den Brückennocken und dem hinteren Deckshaus.
Minenkapazität: Schienen für bis zu 60 Minen.
Ortung: Gruppenhorchgerät (GHG), Atlas-Echolot, S-Gerät (Sonar).
Einsatzgeschichte & Schulfahrten
Vorkriegszeit: Erprobungen in der Ostsee; Auslandsreisen nach Norwegen (1938) und Spanien/Marokko (1939). Teilnahme an der Besetzung des Memelgebiets.
Weserübung: April 1940: Teilnahme an der Besetzung Narviks. Beteiligung an der Versenkung des norwegischen Küstenpanzerschiffs Norge.
Schlacht um Narvik: 10.04. & 13.04.1940: Schwere Gefechte mit britischen Zerstörern. Z 2 erzielte einen Torpedotreffer auf HMS Eskimo (Vorschiff abgerissen).
Verbleib: 13.04.1940: Nach Munitionsverbrauch am Südufer des Rombaksbotn auf Felsen gesetzt und gesprengt. Das Wrack ist heute ein bekanntes Tauchziel.
Spezifische Besonderheiten
Marine-Infanterie: Die überlebende Besatzung wurde nach dem Verlust des Schiffes als "Gebirgsmarine" in die Verteidigung Narviks an Land eingegliedert.
Denkmalschutz: Teile des Wracks ragen noch heute bei Ebbe aus dem Wasser. Schiffsglocke und Namensschild befinden sich im Kriegsmuseum Narvik.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 92 Akten der Schiffsbauabteilung (Unterlagen zum Bugumbau und zur technischen Ausstattung).
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Gefechtsberichte Narvik und Verlustmeldungen der Gruppe 1).
Literaturverweise
Koop / Schmolke "German Destroyers of World War II".
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2).
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