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| Verband
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6. Sperrbrecherflottille
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| Die 6. Sperrbrecherflottille war ein essentieller Sicherungsverband der Kriegsmarine im Westraum. Sie entstand direkt aus der Teilung der 2. Sperrbrecherflottille und übernahm die strategisch kritische Aufgabe, die Ansteuerungen der großen U-Boot-Stützpunkte in der Bretagne gegen alliierte Minenoperationen und Luftangriffe zu sichern.
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| Entstehung, Funktion und Einsatzgebiet
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| Aufstellung: |
Formiert am 01.07.1941 durch die Teilung der 2. Sperrbrecherflottille zur Spezialisierung auf den bretonischen Küstenraum.
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| Standorte: |
Hauptliegehäfen waren Concarneau und Brest. Sicherung der Operationsgebiete der 1. U-Flottille und 9. U-Flottille.
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| Funktion: |
Durchführung des magnetischen und akustischen Minenräumdienstes (Sperrbrecher-Verfahren) sowie schwerer Flakschutz für ein- und auslaufende Einheiten.
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| Einheiten: |
Einsatz von umgerüsteten, großtonnagigen Handelsschiffen (Sperrbrechern), die mit MES-Anlagen (Magnetischer Eigenschutz) und verstärktem Auftrieb durch Kork- oder Fassfüllungen ausgestattet waren.
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| Ende 1944: |
Auflösung im September 1944 nach der alliierten Invasion und der Einschließung der bretonischen Häfen. Viele Schiffe gingen bei den Kämpfen um die "Festung Brest" verloren oder wurden selbstversenkt.
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| Spezifische Merkmale & Technik
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| Minenabwehr: |
Besonders die massiven britischen Minenoperationen (Operation Maple) vor Brest machten den Einsatz der Flottille zur Freihaltung der Zwangswege lebensnotwendig.
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| Bewaffnung: |
Sperrbrecher der 6. Flottille fungierten als schwimmende Flak-Batterien mit schwerer Bewaffnung (bis zu 10,5-cm) zur Abwehr von Tieffliegerangriffen auf die Geleitzüge.
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| Magnetik-Schutz: |
Einsatz des sogenannten "Voraus-Geräts" (Magnetspulen im Bug), um Magnetminen in sicherem Abstand vor dem eigenen Rumpf zur Detonation zu bringen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Geleitdienst: |
Fast jeder Kommandant, der in Brest stationiert war, wurde von Einheiten der 6. Sperrbrecherflottille durch die gefährlichen, minenverseuchten Küstengewässer geleitet.
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| Verlustprävention: |
Ohne die Räumtätigkeit der Sperrbrecher wäre die Einsatzbereitschaft der bretonischen Frontflottillen aufgrund der hohen Minendichte in den Ansteuerungswegen zum Erliegen gekommen.
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| Personaltransfer: |
Häufiger Wechsel von Offizieren der Sperrbrecher-Verbände zur U-Boot-Ausbildung, da diese über exzellente Detailkenntnisse der Küsten- und Minenlage in der Bretagne verfügten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 65 |
Akten der Sperrbrecherflottillen (Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 6. Sperrbrecherflottille).
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| BArch RM 54 |
Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Operative Führung der Sicherungsstreitkräfte in Frankreich).
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Versetzungen von Sperrbrecher-Personal zur U-Boot-Waffe.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Sperrbrecherverbände).
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| Arndt, Peter |
"Deutsche Sperrbrecher 1914–1945" (Konstruktion, Ausrüstung und Einsatz der Schiffe).
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| Jung, Dieter |
"Die Schiffe über und unter Wasser 1939-1945" (Technische Details zur Sperrbrecher-Ausrüstung).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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