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Hafenschutzflottille Sandnessjöen

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Verband Hafenschutzflottille Sandnessjøen
Die Hafenschutzflottille Sandnessjøen war eine lokale Sicherungseinheit an der norwegischen Westküste. Als Teil des taktischen „Schutzgürtels“ innerhalb der norwegischen Fjorde sicherte sie die strategisch wichtigen Durchfahrtswege, durch die U-Boote auf ihrem Marsch in das Eismeer oder den Nordatlantik geschleust wurden.
Entstehung, Funktion und Einsatzgebiet
Aufstellung: Formiert im August 1940 nach der Besetzung Norwegens zur Sicherung des Helgelandfjords und der umliegenden Küstenabschnitte.
Einheiten: Einsatz von meist aus zivilen Kuttern oder Walfängern umgebauten Booten, die für den lokalen Sicherungsdienst mit leichter Flak und Ortungsgerät ausgerüstet waren.
Funktion: Überwachung der Hafeneinfahrten, Durchführung von Küstenpatrouillen sowie kontinuierliche Minensuche in den engen Fahrwassern.
Geleitdienst: Begleitung von Küstentransporten mit strategischer Ladung (Ersatzteile, Treibstoff) für die nördlichen Stützpunkte wie Narvik oder Hammerfest.
Ende: Die Flottille blieb bis zur Kapitulation im Mai 1945 aktiv; anschließende Entwaffnung des Personals und der Fahrzeuge durch die Alliierten in Norwegen.
Spezifische Merkmale & Küstenschutz
Indreleia-Schutz: Sicherung der geschützten inneren Küstenroute (Indreleia), die für den Transit deutscher Einheiten unter Umgehung der offenen See von zentraler Bedeutung war.
Nothafen-Funktion: Bereitstellung und Sicherung von Ankerplätzen gegen britische U-Boot-Lauerstellungen und Fliegerangriffe für in Not geratene oder pausierende Einheiten.
Revierkenntnis: Die Flottille fungierte als lokaler Informationsknotenpunkt für aktuelle Meldungen über die Minenlage und feindliche Flugbewegungen im Helgeland-Bereich.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transit-Sicherung: U-Boot-Kommandanten auf dem Marsch nach Norden passierten diesen Bereich regelmäßig und waren auf die lokale Absicherung der Flottille angewiesen.
Landkommandos: Verwendung von Offizieren als Hafenschutzkommandanten oder Verbindungsoffiziere, oft als Genesungs-Kommando nach Verletzungen oder längeren Frontfahrten.
Versorgungslinie: Sicherstellung des Materialflusses für die logistische Kette der Eismeer-Boote durch den Schutz der lokalen Küstenschifffahrt.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 55 Akten der Hafenschutzflottillen (Kriegstagebücher und Einsatzberichte aus dem Bereich Norwegen).
BArch RM 7 / 2331 Seekriegsleitung: Berichte über die Sicherung der norwegischen Küstenwege und Stützpunkte.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Kommandierungen von U-Boot-Personal zu Landdienststellen in Sandnessjøen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Sicherungsstreitkräfte in Norwegen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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