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| Verband
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4. Sicherungsdivision
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| Die 4. Sicherungsdivision fungierte operativ als „Bodyguard“ der wichtigsten U-Boot-Basen am französischen Atlantik. Ohne den kontinuierlichen Einsatz dieser Division hätten die Frontboote der Biskaya-Flottillen die stark verminten und luftgefährdeten Küstenzonen kaum sicher durchqueren können. Sie bildete das organisatorische Dach für den umfassenden Geleitschutz und die offensive Minenabwehr im Westraum.
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| Entstehung, Funktion und Einsatzgebiet
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| Aufstellung: |
Formiert im Februar 1941 durch die Zusammenfassung der Sicherungsflottillen an der französischen Atlantikküste; Unterstellung beim Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.).
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| Stabssitz: |
Zunächst Larmor-Plage bei Lorient (nahe U-Boot-Bunker Keroman); ab Juni 1941 Verlegung des Stabes nach La Rochelle zur zentralen Steuerung der Biskaya-Sicherung.
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| Einsatzbereich: |
Gesamte französische Westküste mit den Hauptstützpunkten Royan, Paimboeuf, Nantes, Pauillac, Les Sables d’Olonne, La Pallice, Bordeaux, Bayonne und St. Nazaire.
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| Funktion: |
Operative Führung aller Sicherungskräfte (Minensucher, Vorpostenboote, Sperrbrecher) in der Biskaya zur Freihaltung der Seekriegswege und Gewährleistung der Geleitsicherung.
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| Ende 1944: |
Auflösung im September 1944 nach dem Rückzug aus Westfrankreich; Einsatz der verbliebenen Reste in den „Festungen“ (z. B. La Rochelle) im Erdkampf bis Kriegsende.
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| Spezifische Merkmale & Sicherungstaktik
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| Minenwarndienst: |
Koordination des permanenten Räumdienstes gegen britische Magnet- und Akustikminen (Operation Maple) in den Ansteuerungswegen der Bunkeranlagen.
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| Flakschutz: |
Leitung des schweren Flugabwehrschutzes für U-Boote in den Küstengewässern, insbesondere während der alliierten Luftoffensive gegen die Transitrouten in der Biskaya.
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| Netzsperren: |
Überwachung und Instandhaltung von Hafenschutz- und Netzsperranlagen zum Schutz der liegenden U-Boot-Tonnage gegen feindliche Kleinkampfmittel und Sabotage.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunktschutz: |
Sicherung der Ansteuerungen für die 2., 3., 6., 7., 10. und 12. U-Flottille in ihren jeweiligen Basen.
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| Biskaya-Geleit: |
Aufnahme jedes ein- oder auslaufenden Bootes durch Einheiten wie die 2. Sperrbrecherflottille oder die 16. Vorpostenflottille zur sicheren Passage durch die U-Jagd-Zonen.
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| Rettungswesen: |
Koordination von Bergungs- und Seenoteinsätzen bei Havarien oder Gefechtsschäden von U-Booten im unmittelbaren Vorfeld der französischen Westküste.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 54 |
Akten des Befehlshabers der Sicherung West: Operative Befehle und Lageberichte der 4. Sicherungsdivision.
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| BArch RM 7 / 2331 |
Seekriegsleitung: Unterlagen zur strategischen Bedeutung der Biskaya-Sicherung für den U-Boot-Krieg.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Versetzungen von Offizieren der 4. Sicherungsdivision zu den U-Boot-Stützpunktstäben.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Organisation der Sicherungsdivisionen im Westen).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Harnack, Wolfgang |
"Die Verteidigung der Küsten" (Details zur taktischen Gliederung der Sicherungsverbände am Atlantik).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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