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| Dienststelle
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Führer der Unterseeboote Ost (F.d.U. Ost)
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| Der Führer der Unterseeboote Ost (F.d.U. Ost) war eine operative Kommandobehörde der Kriegsmarine, die für die Führung, Ausbildung und Organisation der U-Boot-Waffe im Bereich der Ostsee zuständig war. Er fungierte als zentrale Schnittstelle zwischen der strategischen Führung und den praktischen Ausbildungsflottillen, um die Frontreife neuer Besatzungen und Einheiten sicherzustellen.
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| Historische Entwicklung und Standorte
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| Kaiserliche Marine: |
Existenz eines „Führers der Unterseeboote in der Ostsee“ (F.d.U. Ostsee) bis 31.12.1918, primär eingesetzt zur Bekämpfung der russischen Flottenverbände.
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| Reichsmarine: |
Aufgrund des U-Boot-Verbots (Versailler Vertrag) keine offizielle Dienststelle; Steuerung geheimer Aktivitäten über die Marineleitung (Abteilung A II).
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| Kriegsmarine: |
Einrichtung am 03.09.1939 in Kiel aus dem vormaligen Stab von Karl Dönitz, der zeitgleich zum Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) ernannt wurde.
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| Standorte: |
Hauptsitz in Kiel; kriegsbedingte Verlegungen nach Swinemünde und Gotenhafen zur Sicherung der Ausbildungsgebiete in der östlichen Ostsee.
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| Auflösung 1945: |
Die Dienststelle wurde am 11.03.1945 aufgelöst; Aufgehen der Kompetenzen im Stab des Kommandierenden Admirals der Unterseeboote (Konteradmiral v. Friedeburg).
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| Spezifische Merkmale & Aufgaben
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| Ausbildungsleitung: |
Zentrale Instanz für die taktische Schulung neuer Besatzungen; Koordination der U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) und der Ausbildungsflottillen (z. B. 24. U-Flottille).
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| Operative Führung: |
Kommando über die im Baltikum aktiv eingesetzten Boote, insbesondere während des Feldzuges gegen die Sowjetunion ab dem 22.06.1941.
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| Abnahmekommando: |
Überwachung der Erprobungsprogramme für Neubauten (Agru-Front) zur Feststellung der technischen und personellen Frontreife vor der Verlegung nach Westen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kaderbildung: |
Der F.d.U. Ost prägte durch seine Richtlinien den einheitlichen Standard der U-Boot-Ausbildung und sicherte die personelle Qualität des Offizierskorps der Frontboote.
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| Frontvorbereitung: |
Sicherstellung der logistischen und taktischen Versorgung der Boote vor ihrem Transit durch die dänischen Gewässer in den Nordatlantik oder das Eismeer.
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| Personalhistorie: |
In den Werdegängen der Kommandanten markiert eine Unterstellung beim F.d.U. Ost meist die finale Phase der Ausbildung vor dem ersten Feindflug-Kommando.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 30 |
Akten der Führer der Unterseeboote: Kriegstagebücher (KTB) und operative Befehlssätze des F.d.U. Ost.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Unterlagen zur strategischen Einordnung der Ostsee-U-Boot-Operationen und Ausbildungsplanung.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Stellenbesetzungen und Kommandierungen in den Stab des F.d.U. Ost.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Organisation der U-Boot-Waffe).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Rössler, Eberhard |
"Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Kontext zur Erprobung und Abnahme beim F.d.U. Ost).
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