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| Verband
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Hafenschutzgruppe Schilksee
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| Die Hafenschutzgruppe Schilksee war eine spezialisierte Sicherungseinheit der Kriegsmarine, die dem Seekommandanten Kiel unterstellt war. In der Struktur der U-Boot-Waffe fungierte sie als direkte Bewachungsinstanz für die äußere Kieler Förde – einem der weltweit bedeutendsten U-Boot-Stützpunkte und Erprobungsgebiete. Durch ihre strategische Position am Ausgang der Förde kontrollierte sie den gesamten Transitverkehr zwischen den Werftanlagen und der offenen Ostsee.
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| Historische Einordnung und Standorte
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| Standort: |
Der Stützpunkt befand sich im Kieler Stadtteil Schilksee, unmittelbar an der Mündung der Förde zur Sicherung der dortigen Zwangswege gelegen.
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| Funktion: |
Permanente Überwachung der küstennahen Gewässer, während die großen Flottillenverbände in den inneren Kieler Werften (z. B. Germaniawerft) stationiert waren.
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| Zusammensetzung: |
Einsatz eines heterogenen Fahrzeugbestands aus bewaffneten Fischkuttern, Kriegsfischkuttern (KFK) und kleinen spezialisierten Hafenschutzbooten.
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| Ende 1945: |
Auflösung der Gruppe nach der Kapitulation im Mai 1945; Sicherstellung der Kieler Förde während der Übergabe der verbliebenen U-Boot-Einheiten an die Briten.
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| Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Erprobungsschutz: |
Sicherung der Übungsfelder in der Eckernförder Bucht gegen feindliche Luftangriffe und Sabotageversuche während der kritischen Ausbildungsphasen.
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| Transitkontrolle: |
Jedes U-Boot auf dem Weg zur Frontverlegung nach Norwegen oder Frankreich passierte Schilksee und wurde oft durch die dortigen Lotsen durch die Minensperren geleitet.
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| Sperrdienst: |
Betrieb der Netzsperren in Schilksee, die bei Alarmzustand die Förde physisch gegen das Eindringen feindlicher Kleinst-U-Boote oder Kampfschwimmer abriegelten.
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| Personalreserve: |
Viele Kommandanten, wie etwa Emil-Friedrich Schünemann, begannen ihre nautische Laufbahn in diesen Sicherungsverbänden vor der eigentlichen U-Boot-Spezialisierung.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 106 |
Sicherungsstreitkräfte: Enthält die Kriegstagebücher (KTB) der Hafenschutzgruppen im Bereich Kiel (Bestand RM 106/150 ff.) mit täglichen Lagemeldungen.
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| BArch RM 45-II |
Marinedienststellen Ostsee: Belegt die administrative Unterstellung unter den Admiral der westlichen Ostsee und die operative Einbindung in den Küstenschutz.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge von Reserveoffizieren und Fachpersonal, die die nautische Leitung und technische Überwachung in Schilksee verantworteten.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte Ostsee: Gliederung der Hafenschutzgruppen).
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| Tessin, Georg |
"Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, S. 135: Seekommandant Kiel und unterstellte Einheiten).
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| M.Dv. 32 |
Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine (Laufbahnregelungen für Sicherungsverbände).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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