|
|
|
| Verband
|
Marine-Artillerie-Abteilung Swinemünde (M.A.A. 123)
|
|
|
|
|
| Die Marine-Artillerie-Abteilung Swinemünde (ab 1937 offiziell Marine-Artillerie-Abteilung 123) war eine zentrale Säule der Küstenverteidigung an der Pommerschen Bucht. Für die U-Boot-Waffe fungierte sie als strategischer „Schutzwall“ des rückwärtigen Gebiets, in dem die Ausbildung und Erprobung neuer Einheiten stattfand. Durch die Kontrolle der Swine-Mündung sicherte sie die lebenswichtigen Reeden und Häfen gegen See- und Luftangriffe ab und ermöglichte so einen störungsfreien Übungsbetrieb.
|
|
|
|
|
| Historische Entwicklung und Standorte
|
|
|
| Wurzeln: |
Basierend auf alten Festungsstrukturen der Reichsmarine; massive personelle und technische Erweiterung im Zuge der Aufrüstung ab 1935.
|
| Struktur: |
Operative Unterstellung unter den Küstenbefehlshaber der östlichen Ostsee zur Sicherung der pommerschen Küstenlinie.
|
| Batterie Goeben: |
Bekannteste schwere Batterie der Abteilung, ausgerüstet mit 28-cm-Geschützen zur weiträumigen Seeraumüberwachung.
|
| Hafenschutz: |
Batterien Plantage und Vineta sicherten die direkten Hafeneinfahrten; Batterie Eichstaden diente primär als Standort für Ausbildungskompanien.
|
| Ende 1945: |
Einsatz im Erdkampf gegen vorrückende sowjetische Truppen im Frühjahr 1945; Sprengung der schweren Geschütze vor der Räumung der Stadt.
|
|
|
| Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
|
|
|
| Erprobungsschutz: |
Sicherung der Reeden für die Indienststellung von Booten (insbes. Typ II und VII) gegen feindliche Aufklärung und Angriffe aus der Luft.
|
| Flak-Schutz: |
Einsatz starker Flak-Einheiten zur Kontrolle des Luftraums über den U-Boot-Liegeplätzen und den taktischen Übungsgebieten in der Ostsee.
|
| Ausbildung: |
Praktika für spätere Geschützführer-Schüler der U-Boot-Waffe an schweren Küstengeschützen zur Schulung in Ballistik und Zielansprache.
|
| Logistikpunkt: |
Koordination der Munitionsdepots im Raum Swinemünde zur Ergänzung der Bestände für die Deckskanonen auslaufender Frontboote.
|
|
|
| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
|
|
|
| BArch RM 121/458 ff. |
Marine-Artillerie-Abteilung 123: Kernbestand für Kriegstagebücher (KTB) und Stammrollen zur Nachverfolgung der Batteriebesetzungen bis 1945.
|
| BArch RM 45-II |
Marinedienststellen Ostsee: Dokumentiert die taktische Unterstellung und die operative Zusammenarbeit mit den U-Boot-Ausbildungsflottillen.
|
| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge zahlreicher U-Boot-Offiziere (z. B. Crews 36/37a), die ihre Dienstzeit in Swinemünde begannen.
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Marine-Artillerie Ostsee: M.A.A. 123).
|
| Tessin, Georg |
"Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Standorte der Marineartillerie in Pommern).
|
| Ewe, Hans-Joachim |
"Swinemünde – Die Geschichte einer Hafenstadt" (Details zum Ausbau der militärischen Infrastruktur).
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
|
|
| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|