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| Verband
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1. Schnellbootsflottille
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| Die 1. Schnellbootsflottille (1. S-Flottille) war der traditionsreichste Schnellbootverband der Kriegsmarine und fungierte als operative „Kaderschmiede“. Ihre Wurzeln lagen in der geheimen UZ(S)-Versuchsgruppe der Reichsmarine (März 1932), was sie – genau wie die U-Boot-Waffe – in einer Kultur der Geheimhaltung und technischen Innovation prägte. Von Norwegen bis zum Schwarzen Meer bewies die Flottille die Überlegenheit deutscher Schnellboote und sicherte in der Endphase 1945 unter extremen Bedingungen die Evakuierungstransporte aus dem Osten bis in die Geltinger Bucht.
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| Operativer Werdegang und Einsatzräume
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| Aufstellung: |
Offizielle Umbenennung im Juni 1935 in Kiel; hervorgegangen aus der getarnten Schnellbootsentwicklung der frühen 1930er Jahre.
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| Weserübung: |
April 1940: Teilnahme als Teil der Kriegsschiffgruppe 3 (Bergen); Beweis der Hochseetauglichkeit in den norwegischen Fjorden.
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| Westraum: |
1940–1941: Angriffe am Ärmelkanal und Sicherung der U-Boot-Ansteuerungswege in der Biskaya gegen britische Zerstörerverbände.
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| Südraum: |
1942–1944: Strategisch anspruchsvolle Überführung der Boote über Elbe und Donau ins Schwarze Meer zum Einsatz gegen die Sowjetflotte.
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| Kapitulation: |
Letzter Einsatz im Mai 1945 zur Rettung von Flüchtlingen aus Libau; Einlaufen der verbliebenen Boote in die Geltinger Bucht am 09.05.1945.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Motorentechnik: |
Wegweisende Erprobung der MAN-Dieselmotoren ab 1933; diese Erkenntnisse bildeten das Rückgrat für die Antriebssysteme der deutschen U-Boot-Flotte.
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| Führungskader: |
Viele Offiziere nutzten die harten Kleinkampf-Einsätze im Kanal als Vorbereitung für ein späteres Kommando in der U-Boot-Waffe.
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| Stützpunktsicherung: |
Aktiver Schutz der Transitwege vor der französischen Küste zur Abwehr lauernder britischer U-Jagd-Gruppen im Nahbereich der Basen.
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| Verbund-Einsatz: |
Mai 1945: Rückzugsbewegungen in engster taktischer Abstimmung mit den verbliebenen U-Boot-Einheiten auf derselben Route in die westliche Ostsee.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 105.1 ff |
Schnellbootsflottillen. Kriegstagebücher mit detaillierten Gefechtsberichten aus allen Einsatzräumen.
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| BArch RM 1 |
Marineleitung / Reichsmarine. Dokumentiert die Gründungsphase und die Motorenerprobung.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten. Invenio Nachweis für Personal mit Dienstzeiten in der Kriegsschiffgruppe Bergen.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Schnellbootsflottillen).
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| Hümmelchen, Gerhard |
„Die deutschen Schnellboote im Zweiten Weltkrieg“ (Standardwerk zur operativen Geschichte der 1. Flottille).
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| Rössler, Eberhard |
„Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Kontext zum Motoren- und Techniktransfer zwischen S-Booten und U-Booten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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