|
|
|
| Verband
|
Hafenschutzflottille Bergen
|
|
|
|
|
| Die Hafenschutzflottille Bergen war eine der wichtigsten Sicherungseinheiten an der norwegischen Westküste und fungierte als unmittelbarer Schutzschild für den dortigen U-Boot-Stützpunkt. Sie überwachte die Fjordzugänge zum strategisch entscheidenden Hafen von Bergen und sicherte die Ansteuerungswege der Frontboote gegen britische See- und Luftangriffe sowie Sabotageakte. Als operative Komponente des Seekommandanten Bergen war sie für die Integrität der Netzsperren und die sichere Durchschleusung der U-Boot-Verbände in den Schutz der massiven Bunkeranlagen verantwortlich.
|
|
|
|
|
| Historischer Werdegang und Einsatz
|
|
|
| Aufstellung: |
Formierung unmittelbar nach der Besetzung Norwegens im April 1940 (Unternehmen Weserübung) zur Sicherung der lokalen Infrastruktur.
|
| Struktur: |
Einsatz einer Vielzahl kleinerer, meist requirierter Fahrzeuge wie Kriegsfischkutter (KFK), Fischdampfer und Motorboote; Kennungen oft Ns 01 bis Ns 30.
|
| Aufgabe: |
Permanente Überwachung der Fjordzugänge; Durchführung von Wachdiensten sowie aktive Abwehr von feindlichen Kleinst-U-Booten (X-Craft) und Sabotagetrupps.
|
| Unterstellung: |
Operative Unterstellung unter den Seekommandanten Bergen im Bereich des Admirals der norwegischen Westküste zur Koordination der Küstenverteidigung.
|
|
|
| Relevanz für die U-Boot-Waffe
|
|
|
| Bunkerschutz: |
Sicherung des gewaltigen U-Boot-Bunkers „Bruno“; Schutz der dort stationierten Einheiten (z. B. 11. U-Flottille) vor Angriffen aus der Luft und von See.
|
| Netzsperren: |
Bedienung und Bewachung der mechanischen Sperren, die das Eindringen britischer U-Boote oder Torpedos in das Hafenbecken von Bergen verhinderten.
|
| Transit: |
Aufnahme einlaufender U-Boote im Küstenvorfeld; Geleitung als Nothafen-Sicherung oder zur Ausrüstung unter den Schutz der schweren Küstenbatterien.
|
| Personal: |
Verwendung von Personal mit U-Boot-Erfahrung in der Flottille zur fachgerechten Identifizierung und Einsteuerung der eigenen Einheiten bei schlechter Sicht.
|
|
|
| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
|
|
|
| BArch RM 106.133 ff |
Hafenschutzflottillen: Enthält die Kriegstagebücher (KTB) der Einheit Bergen mit detaillierten Berichten über Abwehrmaßnahmen und Sperrdienst im Fjord.
|
| BArch RM 45.III |
Marinedienststellen in Norwegen: Dokumentiert die operative Zusammenarbeit zwischen dem Seekommandanten Bergen und der lokalen U-Boot-Führung.
|
| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweis für Marineangehörige, die oft nach einer Frontzeit auf U-Booten zur Hafenschutzflottille Bergen zur Regeneration versetzt wurden.
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945“ (Band 2, Abschnitt 160: Sicherungsstreitkräfte und Seekommandanturen in Norwegen).
|
| Gröner, Erich |
„Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945“ (Band 8: Hilfsschiffe, Hafenschutzboote und deren technische Bestückung).
|
| Tessin, Georg |
„Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der Sicherungsverbände im Bereich Bergen).
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
|
|
| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|