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Kleinkampfmittelstützpunkt Stavanger

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Verband Kleinkampfmittelstützpunkt Stavanger
Der Kleinkampfmittelstützpunkt Stavanger war eine strategisch wichtige operative Basis der Kleinkampfverbände (K-Verbände) im besetzten Norwegen. Er diente als Ausgangspunkt für Angriffe mit Kleinst-U-Booten und bemannten Torpedos auf alliierte Geleitzüge sowie zur Absicherung der norwegischen Westküste. Durch die geografische Lage in den Fjorden bot der Stützpunkt exzellente Tarnmöglichkeiten für Einheiten der Typen Biber, Seehund und Marder. Für die U-Boot-Waffe war Stavanger als vorgeschobener Posten bedeutsam, wobei die K-Mittel oft in enger taktischer Abstimmung mit den Front-U-Booten der 11. U-Flottille agierten.
Historischer Werdegang und Auftrag
Aufstellung: Verstärkte Einrichtung ab 1944 zur Begegnung drohender alliierter Invasionsvorstöße in norwegische Gewässer und zur Entlastung der regulären Seestreitkräfte.
Waffensysteme: Bereitstellung und Wartung von Kleinst-U-Booten (Typ Biber, später Seehund) sowie bemannten Torpedos (Typ Marder) für Nadelstichangriffe.
Unterstellung: Operative Führung durch das Kommando der Kleinkampfverbände (Konteradmiral Hellmuth Heye) in Kooperation mit dem lokalen Seekommandanten Stavanger.
Ende: Einstellung der Kampfhandlungen nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945; Verbleib zahlreicher Kleinst-U-Boote (insbes. Biber) in den Verstecken und Kaianlagen der Region.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Vorpostendienst: Einsatz der Kleinkampfmittel als „Frühwarnsystem“ und Flankenschutz für die im Raum Bergen/Stavanger operierenden Einheiten der 11. U-Flottille.
Personaltransfer: Besetzung des Stützpunktes durch Freiwillige der regulären U-Boot-Waffe sowie hochqualifizierte Absolventen des Lehrkommandos 300 (Heiligenhafen).
Technologietransfer: Praktische Erprobung kompakter E-Maschinen und Ein-Mann-Steuerungen, deren Konzepte die Entwicklung späterer Kleinst-U-Boot-Serien maßgeblich beeinflussten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7.433 ff Kleinkampfverbände der Kriegsmarine: Kernbestand für Einsatzberichte, Verlustlisten und die logistische Organisation des Stützpunktes Stavanger.
BArch RM 45-III Marinedienststellen in Norwegen: Dokumentiert die lokale Einbindung in die Küstenverteidigung und die Befehlskette zum Seekommandanten.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für K-Piloten, technische Spezialisten und Stammpersonal mit dem dokumentierten Einsatzort Stavanger.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Kleinkampfverbände: Stützpunktorganisation in den besetzten Gebieten).
Blocksdorf, Helmut „Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine“ (Details zur operativen Führung und strategischen Bedeutung der Norwegen-Basen).
Matt, Klaus „Die bemannten Torpedos der deutschen Kriegsmarine“ (Kontext zu den norwegischen K-Stützpunkten und den technischen Einsatzbedingungen).
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