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| Verband
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9. Ersatz-Marineartillerieabteilung (9. E.M.A.A.)
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| Die 9. Ersatz-Marineartillerieabteilung war ein kurzzeitig bestehender personeller Ergänzungsverband, der unmittelbar nach der Eroberung der polnischen Ostseeküste zur Sicherung und zum Aufbau der Verteidigungsinfrastruktur in Gotenhafen geschaffen wurde. Aufgestellt im September 1939, diente sie als personelles Reservoir für die neu zu besetzenden Küsten- und Flakbatterien im Raum Oxhöft. Für die U-Boot-Waffe legte die Abteilung die personelle Basis zum Schutz der künftigen Ausbildungszentren (22. und 27. U-Flottille) in der Danziger Bucht. Mit der Konsolidierung der Marineorganisation im Osten wurde die Abteilung bereits im Januar 1940 aufgelöst und ihr Personal von regulären Einheiten wie der M.A.A. 119 übernommen.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Aufstellung: |
Formierung im September 1939 in Gotenhafen unmittelbar nach Beendigung der dortigen Kampfhandlungen zur personellen Sicherung des Hafens.
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| Unterstellung: |
Direkte taktische und administrative Unterstellung unter den Kommandanten der Festung Gotenhafen im Bereich der Marinestation der Ostsee.
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| Aufgabe: |
Koordination der Ausbildung an ehemals polnischen Geschützstellungen; Zuweisung von Ersatzmannschaften für die Sicherung der Danziger Bucht.
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| Auflösung: |
Beendigung der Tätigkeit im Januar 1940; vollständige Integration des Stammpersonals und der Aufgaben in die Marine-Artillerieabteilung 119.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Ausbildungs-Schutz: |
Frühzeitige Bereitstellung von Artillerie-Personal zur Sicherung der Gewässer, in denen ab 1940 der Massenbetrieb der U-Boot-Ausbildungsflottillen stattfand.
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| Infrastruktur-Sicherung: |
Gewährleistung der personellen Abwehrbereitschaft der Flak- und Küstenbatterien zum Schutz der U-Boot-Liegeplätze in der Umbruchphase 1939/40.
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| Biografischer Marker: |
In den Personalunterlagen markiert die 9. E.M.A.A. oft den ersten Einsatz im besetzten Osten für Marineartilleristen unmittelbar nach dem Ende des Polenfeldzuges.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 / 642 |
Marine-Ersatzabteilungen: Unterlagen zur Aufstellung, personellen Gliederung und den Standorten der Artillerie-Ersatz-Einheiten im Bereich Ostsee.
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| BArch RM 45-I / 62 |
Küstenbefehlshaber mittlere Ostsee: Akten zur Organisation der Festung Gotenhafen und der Verteilung der Artillerie-Ressourcen im Herbst 1939.
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| BArch RM 121 / 162 |
Marineartillerie: Dienstvorschriften und personelle Bestimmungen zur Ergänzung der Küstenverteidigung in den neu besetzten Ostgebieten.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Küstenverteidigung im Bereich Danzig und Gotenhafen).
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| Tessin, Georg |
„Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marine-Artillerie-Einheiten und deren Ersatz-Abteilungen).
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| Harnack, Wolfgang |
„Die Verteidigung der Küsten“ (Bietet Kontext zur militärischen Befestigung und dem Aufbau der Hafenkommandantur Gotenhafen nach 1939).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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