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| Verband
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V. Marine-Artillerieabteilung (V. M.A.A.)
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| Die V. Marine-Artillerieabteilung war ein traditionsreicher Verband der Reichsmarine am Standort Pillau (Ostpreußen). Sie entstand am 01.10.1926 aus der vormaligen Küsten-Wehr-Abteilung V und bildete das artilleristische Rückgrat der Marinestation der Ostsee im östlichen Bereich. Neben der fachlichen Schulung an Küsten- und Flakgeschützen koordinierte die Abteilung die infanteristische Grundausbildung für Flottenrekruten. Mit der Mobilmachung im August 1939 wurde die V. M.A.A. aufgelöst, um als personelle Basis für die 5. Ersatz-Marine-Artillerieabteilung, die M.A.A. 115 sowie die Marine-Flakabteilungen 215 und 225 zu dienen. Diese Nachfolgeeinheiten sicherten fortan den strategisch wichtigen Seezugang nach Königsberg und die ostpreußischen Ausbildungsräume der U-Boot-Waffe.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Aufstellung: |
Formierung am 01.10.1926 in Pillau; hervorgegangen aus der personellen Struktur der Küsten-Wehr-Abteilung V.
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| Struktur: |
Gliederung zunächst in eine Küstenartillerie- und eine Flak-Kompanie; 1935 erfolgte die Verstärkung um eine zusätzliche Flak-Kompanie.
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| Aufgaben: |
Artilleristische Fachausbildung; Sicherung der Pillauer Tiefs; infanteristische Grundausbildung (Rekrutenschliff) für den Personalnachschub der Flotte.
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| Mobilmachung: |
Auflösung im August 1939; sofortige Aufteilung des Stammpersonals auf die neu aufzustellenden Front- und Ersatzverbände im Raum Pillau.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Ausbildungs-Schutz: |
Die aus der V. M.A.A. hervorgegangenen Flak-Einheiten (215/225) schützten die Pillauer Reede, einen zentralen Sammel- und Übungspunkt für U-Boot-Ausbildungsflottillen.
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| Kaderschmiede: |
In den Stammrollen vieler U-Boot-Männer der Zwischenkriegszeit markiert die V. M.A.A. die erste Dienststation und die infanteristische Prägung vor der Spezialisierung.
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| Infrastruktur-Sicherung: |
Artilleristische Absicherung der Seewege in der Danziger Bucht, die für den ungestörten Transit der U-Boote zwischen Gotenhafen, Danzig und Pillau lebenswichtig waren.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 / 162 |
Marine-Artillerie: Unterlagen zur Mobilmachungsplanung und der personellen Aufteilung der V. M.A.A. auf die Flak- und Ersatzverbände in Pillau.
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| BArch RM 121 / 642 |
Personalwesen: Stellenbesetzungslisten und Stammrollen der Garnison Pillau (1926–1939) mit Nachweisen über die infanteristische Ausbildung.
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| BArch RM 3 / 1024 |
Reichsmarineamt: Akten zur Organisation und dem Ausbau der Küstenbefestigungen im Bereich der Marinestation der Ostsee (Abschnitt Pillau).
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Küstenverteidigung im Bereich Pillau und Samland).
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| Tessin, Georg |
„Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marine-Artillerie-Abteilungen im Wehrkreis I).
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| Hildebrand, Hans H. |
„Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien“ (Bietet Kontext zur strategischen Bedeutung Pillaus als „Tor zur Ostsee“ und dessen artilleristischer Sicherung).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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