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| Sanitätsdienst
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Marinelazarett Garmisch-Partenkirchen
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| Das Marinelazarett Garmisch-Partenkirchen war ein spezialisiertes rückwärtiges Krankenhaus der Kriegsmarine in Oberbayern zur Entlastung der bombengefährdeten Küstenregionen. Ab 1941/42 in requirierten Hotels und Kurheimen (u. a. am Olympia-Gelände) eingerichtet, diente es primär als Kur- und Genesungslazarett für hochdekorierte Offiziere und U-Boot-Besatzungen. Der Schwerpunkt lag auf der medizinischen und psychologischen Rehabilitation nach extremen Feindfahrten, insbesondere bei posttraumatischen Belastungsstörungen ("U-Boot-Koller") und langwierigen Verwundungen. Administrativ dem Sanitätschef der Ostsee unterstellt, nutzte die Einrichtung das milde Gebirgsklima zur Heilung von Erschöpfungszuständen. Bei Kriegsende im Mai 1945 wurde das Lazarett von US-Truppen übernommen und zeitweise als U.S. Army Hospital für deutsche Kriegsgefangene weitergeführt.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Anfang: |
Verstärkter Aufbau ab 1941/42 zur Schaffung von Kapazitäten im sicheren Hinterland; Nutzung der erstklassigen touristischen Infrastruktur des Doppelortes.
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| Status: |
Fachliche Anbindung an die Marinestation der Ostsee (Kiel); Funktion als zentrale alpine Erholungsaußenstelle für das Personal der Nord- und Ostseestationen.
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| Aufgaben: |
Innere Medizin, Orthopädie und intensive psychologische Betreuung; Nutzung der Höhenlage zur physischen Konditionierung und Behandlung von Atemwegserkrankungen.
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| Ende 1945: |
Besetzung durch US-Einheiten im Mai 1945; administrative Umwandlung in ein Lazarett für deutsche Gefangene unter alliierter medizinischer Aufsicht.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Regeneration: |
Bevorzugte Station für prominente Kommandanten zur Wiedererlangung der "Frontreife"; psychische Stabilisierung in der Ruhe des Alpenraums nach zehrenden Einsätzen.
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| Funktionsprüfung: |
Durchführung spezieller Untersuchungen zur Dienstfähigkeit unter extremen klimatischen Bedingungen (Tropen/Arktis) mittels Belastungstests in der Höhe.
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| Biografischer Marker: |
In den Personalakten (BArch PERS 6) dokumentiert ein Aufenthalt in Garmisch oft eine längere Frontpause zur Ausheilung schwerer Verletzungen oder zur Erholung.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 3 / 1024 |
Marinepersonalamt / OKM: Dienstvorschriften über die systematische Einrichtung von Genesungslazaretten und Erholungsheimen im Alpenraum.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineangehörige mit dokumentierten Kuraufenthalten, Rehabilitationsberichten und ärztlichen Gutachten aus Garmisch.
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| BArch RM 121 / 162 |
Marinestationen: Bestimmungen über die Auswahlkriterien und die Zuweisung von Erholungsplätzen für U-Boot-Besatzungen der Frontflottillen.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sanitätswesen: Die Organisation der rückwärtigen Lazarette und Genesungsheime im Reichsgebiet).
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| Mallmann Showell, J.P. |
„The German Navy in World War Two“ (Detaillierte Darstellung der sozialen Betreuung, Freizeitgestaltung und Erholungsfürsorge für das Marinepersonal).
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| Rössler, Eberhard |
„Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Bietet Kontext zur notwendigen personellen Regeneration und der medizinischen Infrastruktur für die U-Boot-Waffe).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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