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| Dienststellung
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2. Generalstabsoffizier (Ib)
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| Der 2. Generalstabsoffizier oder Ib war in höheren Stäben der Wehrmacht für die Versorgung zuständig. Dem 2. Generalstabsoffizier unterstand zu diesem Zweck die Quartiermeisterabteilung. Er war für die gesamte Versorgung des Verbandes verantwortlich, sowohl für den Nachschub nach vorn mit Munition, Verpflegung, Bekleidung usw. wie auch für den Abschub nach hinten (Verwundete, Gefangene, Restgüter usw.). Er musste dauernd über die Lage und Absicht der Verbandsführung unterrichtet sein, um vorausschauende Vorschläge für die Versorgung der Truppe und den Einsatz der Rückwärtigen Dienste machen zu können. Zu seinen Aufgaben gehörten auch Einsatz und Bewegung der Trosse, Straßenbau, Verkehrsregelung und Luftschutz im rückwärtigen Gebiet, Führen einer Lagekarte über den jeweiligen Stand der Versorgung usw.
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| Aufgaben und Verantwortlichkeiten
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| Versorgungsleitung: |
Steuerung des gesamten Nachschubwesens; Sicherstellung der materiellen Gefechtsbereitschaft durch Bevorratung von Betriebsstoff und Munition.
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| Rückwärtige Dienste: |
Führung und Einsatzregelung der Trosse, Instandsetzungsdienste sowie die Organisation des Sanitätswesens für den Verwundetenabschub.
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| Infrastruktur & Ordnung: |
Überwachung des Straßenbaus im Einsatzraum, Regelung des Verkehrsflusses der Kolonnen sowie Organisation des Luftschutzes im rückwärtigen Gebiet.
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| Lageführung: |
Führen einer detaillierten Versorgungslagekarte und Erarbeitung von Vorschlägen für die Verbandsführung zur Unterstützung operativer Absichten durch logistische Maßnahmen.
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| Spezifische Details & Ergänzungen
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| Quartiermeisterabteilung: |
Direkte Unterstellung der Fachabteilungen für Nachschub, Verwaltung und Sanitätsdienst unter die fachliche Aufsicht des Ib.
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| Strategische Planung: |
Notwendigkeit der engen Abstimmung mit dem 1. Generalstabsoffizier (Ia), um die logistischen Kapazitäten mit den operativen Angriffsplänen zu harmonisieren.
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| Mobilität: |
Sicherstellung der Marschbereitschaft der Versorgungsteile, insbesondere bei schnellen Truppenbewegungen oder Rückzugskrämpfen in schwierigem Gelände.
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| Relevanz für die Marine / U-Boot-Waffe
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| Stützpunktlogistik: |
In den Stäben der Seekommandanten oder U-Flottillen entsprach die Funktion des Ib der Koordination von Werftliegezeiten, Torpedobevorratung und Proviantierung.
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| Transitwesen: |
Organisation des Transports von Spezialersatzteilen und Personal zu den Frontstützpunkten in Frankreich oder Norwegen über das Land- und Seetransportnetz.
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| Biografischer Marker: |
In den Personalakten markiert die Position des Ib eine Verwendung im engeren Kreis der Generalstabsführung mit hoher administrativer Verantwortung.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RH 2 |
Oberkommando des Heeres / Generalstab: Dienstvorschriften und Anweisungen für die Quartiermeisterabteilungen (Ib) in den Divisions- und Korpsstäben.
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| BArch RM 7 / 2331 |
Seekriegsleitung: Akten zur logistischen Organisation der Marinebefehlshaber und der Zusammenarbeit mit den Quartiermeistern der Wehrmachtteile.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Individuelle Nachweise über Generalstabslehrgänge und Kommandierungen in die Ib-Positionen höherer Stäbe.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation und den Stabsstrukturen der Marinebefehlshaber).
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| Teske, Hermann |
Die silbernen Spiegel: Generalstabsdienst unter der Lupe (Detaillierte Schilderung der Aufgabenbereiche Ia bis Ic in der Stabsarbeit).
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| Hildebrand, Hans H. |
Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945 (Referenz zur Übernahme der Ib-Struktur in Marine-Großverbände).
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