Streifenführer
Aus U-Boot-Archiv Wiki
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| Dienststellung
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Streifenführer bei der Wehrmachtsordnungspolizei
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| Der Streifenführer war das mobile ausführende Organ der Wehrmachtsordnungspolizei und verantwortlich für die Überwachung der Disziplin und Sicherheit außerhalb der unmittelbaren militärischen Liegenschaften. Er führte Streifenkommandos in Städten, Bahnhöfen und Vergnügungsvierteln der U-Boot-Stützpunkte (wie Lorient oder St. Nazaire), um die Einhaltung der Standortvorschriften durch Soldaten im Landgang sicherzustellen. Neben der Personalienkontrolle und der Ahndung von Disziplinarverstößen oblag ihm die Identifizierung von Fahnenflüchtigen sowie die Unterstützung der Feldgendarmerie bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung im Etappenbereich. Als direkter Ansprechpartner auf der Straße fungierte er oft als Bindeglied zwischen der Zivilbevölkerung und der Militärverwaltung.
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| Aufgaben und Funktionen
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| Stellvertreter: |
Führender Unteroffizier des Streifenkommandos; verantwortlich für die taktische Durchführung der Patrouille und die Sicherheit der unterstellten Posten.
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| Innendienst: |
Protokollierung von Verfehlungen und Festnahmen im Streifenbericht; Meldung besonderer Vorkommnisse an den Wachhabenden der Ordnungspolizei oder die Kommandantur.
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| Personalführung: |
Vorgesetzter der Streifenmannschaft; zuständig für die korrekte Ausrüstung, das Auftreten des Kommandos in der Öffentlichkeit und die Deeskalation bei Konflikten.
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| Gefechtsstation: |
Übernahme von Sicherungsaufgaben bei Fliegeralarm; Koordination der Räumung öffentlicher Plätze und Unterstützung der Luftschutzorgane im Hafenbereich.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Führungshärte: |
Der Dienst als Streifenführer in den oft unruhigen Hafenstädten Westfrankreichs erforderte eine hohe administrative Reife und Standfestigkeit gegenüber disziplinlosen Truppenteilen.
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| Spezial-Personal: |
Besonders bewährte Unteroffiziere der Crews 35 bis 37 dienten in dieser Funktion, um die notwendige disziplinarische Sicherheit während der Ruhezeiten der Frontbesatzungen zu garantieren.
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| Taktische Schule: |
Die ständige Beobachtung des Umfeldes und die Beurteilung von Gefahrensituationen im Stadtgebiet schulten die für U-Boot-Wachen essentielle Aufmerksamkeit und Geistesgegenwart.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RW 35 |
Militärbefehlshaber in Frankreich: Dokumentation über den Einsatz von Ordnungsorganen und Streifendiensten in den besetzten Gebieten.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Invenio-Nachweis über Qualifikationsberichte zur Eignung für den Ordnungs- und Streifendienst innerhalb der Kriegsmarine.
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| BArch RHD 18 |
M.Dv. 32: Offizielle Dienstvorschrift zur Regelung der Befugnisse des Streifenführers gegenüber Angehörigen verschiedener Wehrmachtteile.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945 (Band 2, Abschnitt Standortverwaltung: Organisation des Streifenwesens in den Hauptstützpunkten).
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| Tessin, Georg |
Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS (Gliederung der Sicherungskräfte und der Ordnungspolizei im rückwärtigen Gebiet).
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| Williamson, Gordon |
German Military Police Units 1939-45 (Detaillierte Einblicke in die Ausrüstung und Aufgaben der verschiedenen Ordnungsorgane der Wehrmacht).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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