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Marinenachrichtenabteilung Molde

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Verband Marinenachrichtenabteilung Molde
Die Marinenachrichtenabteilung Molde war ein spezialisierter Fernmeldeverband der Kriegsmarine im besetzten Norwegen. Als Teil des Marine-Nachrichtendienstes (MND) war sie für die Aufrechterhaltung der Draht- und Funkverbindungen sowie für die Funkaufklärung im mittelnorwegischen Küstenraum verantwortlich. Sie bildete das informationstechnische Rückgrat für den Admiral der norwegischen Nordküste und sicherte den schnellen Meldefluss zwischen den Küstenstationen und den operativen Führungsstäben.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Eingerichtet im Zuge der Besetzung Norwegens zur Sicherstellung der maritimen Kommunikation; fachlich dem Marinenachrichtenführer Norwegen bzw. dem 4/Skl unterstellt.
Standort: Hauptsitz in Molde, einem strategisch wichtigen Knotenpunkt im Bereich des Admirals der norwegischen Nordküste. Die Abteilung betrieb zudem Funk- und Signalstellen entlang der angrenzenden Fjordküste.
Technik: Einsatz modernster Fernschreib- und Funktechnik sowie Horcheinrichtungen zur Überwachung des alliierten Funkverkehrs im Nordatlantik und in den Küstenvorfeldern.
Ende 1945: Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 stellte die Abteilung ihre Tätigkeit ein. Die technischen Anlagen wurden von den alliierten Besatzungskräften zur weiteren Nutzung oder Demontage übernommen.
Spezifische Merkmale
Meldezentrale: Koordination des gesamten Nachrichtenverkehrs für die im Raum Molde stationierten Sicherungsverbände, Hafenkapitäne und Küstenbatterien.
Funkaufklärung: Überwachung feindlicher See- und Luftstreitkräfte durch Peilung und Horchdienste, um frühzeitige Warnungen vor alliierten Operationen im Nordmeer zu ermöglichen.
Wartungsdienst: Sicherstellung der technischen Einsatzbereitschaft der ortsfesten Marine-Funkanlagen und der Drahtverbindungen unter den schwierigen klimatischen Bedingungen Norwegens.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Funkführung: Die Abteilung Molde fungierte als wichtiges Relais für die Funkführung des BdU, um Befehle an die im Nordatlantik und Eismeer operierenden U-Boote sicher zu übermitteln.
Feindlage: Die durch Funkaufklärung gewonnenen Daten über britische Schiffs- und Konvoibewegungen waren essentiell für die taktische Ansetzung der U-Boot-Gruppen im mittelnorwegischen Raum.
Stützpunkt-Knoten: Bereitstellung von Kommunikationswegen für die U-Boot-Stützpunkte in der Region, was eine reibungslose Logistik und Instandsetzung der Frontboote ermöglichte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 56 Marinenachrichtenführer Norwegen: Akten über die Organisation der Marinenachrichtenabteilungen und den Ausbau des Nachrichtennetzes in Molde.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Bedeutung der Funkaufklärung im Nordmeer und die Zusammenarbeit mit dem Marinenachrichtendienst.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Nachrichtenoffiziere und technisches Personal, die in der Abteilung Molde Dienst leisteten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Marinenachrichtendienst: Organisation in Norwegen).
Mallmann Showell, J. "German Naval Intelligence" (Details zur Struktur der Funkaufklärung und den Küstenstationen im Nordseeraum).
Koop / Schmolke "Die deutschen Marinestützpunkte" (Hinweise zur Infrastruktur in Molde und Drontheim).
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