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Kommandierender Admiral der Marinestation der Nordsee

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Dienststelle Kommandierender Admiral der Marinestation der Nordsee
Der Kommandierende Admiral der Marinestation der Nordsee war die höchste territoriale Kommandobehörde für den Nordseebereich. Mit Sitz in Wilhelmshaven verantwortete die Dienststelle die gesamte landseitige Organisation, die Küstenverteidigung, das Nachrichtenwesen sowie die Logistik und Ausbildung im Nordseeraum. Ab 1943 wurde die Dienststelle im Rahmen einer strukturellen Neuordnung zum Marineoberkommando (MOK) Nordsee aufgewertet, um die operative Führung der Sicherungskräfte zentral zu bündeln.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Etablierte Dienststelle mit Sitz in Wilhelmshaven. Der Admiral der Station war direkt dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (OKM) unterstellt.
Standort: Wilhelmshaven. Von hier aus erfolgte die Führung der Seekommandanturen, der Marine-Artillerie-Abteilungen und der gesamten infrastrukturellen Basis der Nordseehäfen.
Aufgabe: Sicherstellung der Verteidigungsbereitschaft an der Nordseeküste, Überwachung des Küstenvorfeldes und Koordination der materiellen Versorgung der schwimmenden Verbände.
Ende 1945: Mit der Kapitulation und der Besetzung der Nordseehäfen durch alliierte Truppen im Mai 1945 wurde die Dienststelle aufgelöst.
Spezifische Merkmale
Territoriale Hoheit: Befehlsgewalt über alle Landdienststellen von der niederländischen bis zur dänischen Grenze, einschließlich der Nordseeinseln wie Helgoland und Sylt.
Marineoberkommando: Die Aufwertung zum MOK Nordsee am 01.02.1943 erweiterte die Befugnisse des Admirals massiv in Richtung operativer Küstensicherung und Verteidigungsplanung.
Nachschubwesen: Zentrale Steuerung der Marine-Intendantur und der Werftkapazitäten im Bereich Wilhelmshaven zur Aufrechterhaltung der Flottenbereitschaft.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunkt-Schutz: Verantwortung für den schweren Flak-Schutz und die Verteidigungsanlagen der großen U-Boot-Werften und Bunkeranlagen in Wilhelmshaven und Bremen.
Transit-Sicherheit: Koordination der Küstenausschwemmung und Sicherung der Zwangswegewechsel für auslaufende U-Boote in der Deutschen Bucht.
Ausbildungshilfe: Unterstützung der 2. Unterseebootslehrdivision (ULD) und anderer technischer Schulen im Nordseebereich durch Bereitstellung von Infrastruktur.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 16 Marinestation der Nordsee: Akten über die Führung der Dienststelle, Befehlsschreiben und Organisationspläne des Kommandierenden Admirals.
BArch RM 30 Marineoberkommando Nordsee: Dokumentation der operativen Führung und Verteidigungsmaßnahmen ab 1943.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Admirale, die als Stationschefs in Wilhelmshaven eingesetzt waren.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Landdienststellen: Marinestation der Nordsee).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologische Liste der Kommandierenden Admirale).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte“ (Details zur Verwaltung und strategischen Bedeutung Wilhelmshavens).
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