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| Verband
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Marineartillerieabteilung
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| Die Marineartillerieabteilung (MAA) bildete bei Kriegsausbruch 1939 das Rückgrat der landgebundenen Küstenverteidigung. Als ortsfester Verband war sie für die Bedienung der schweren Küstengeschütze sowie der Flugabwehrwaffen in den strategisch wichtigen Seezeichen- und Hafenbereichen verantwortlich. Die Abteilungen waren in der Regel in mehrere Batterien unterteilt und verfügten über eigene Feuerleiteinrichtungen, Nachrichtenmittel und infanteristische Sicherungskomponenten, um die maritime Infrastruktur gegen Angriffe von See und aus der Luft zu schützen.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Mit der Mobilmachung am 26.08.1939 wurden zahlreiche bestehende Abteilungen personell aufgefüllt und neue Einheiten durch die Marinestationen der Nord- und Ostsee aufgestellt.
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| Standort: |
Verteilung entlang der deutschen Bucht, auf den Nordfriesischen und Ostfriesischen Inseln sowie an der Ostseeküste von Schleswig-Holstein bis Ostpreußen.
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| Aufgabe: |
Sicherung der Einfahrten zu den Kriegshäfen, Überwachung der Reeden und Zwangswegewechsel sowie die artilleristische Bekämpfung feindlicher See- und Luftziele.
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| Ende 1945: |
Die im Reichsgebiet verbliebenen Abteilungen kapitulierten im Mai 1945; die ortsfesten Geschützstellungen wurden nach Kriegsende durch die Besatzungsmächte gesprengt oder demontiert.
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| Spezifische Merkmale
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| Struktur 1939: |
Eine typische Abteilung bestand aus dem Abteilungsstab und meist drei bis sechs Batterien, die mit Geschützen unterschiedlicher Kaliber (von 7,5-cm bis 40,6-cm) bestückt waren.
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| Feuerleitung: |
Einsatz von optischen Entfernungsmessgeräten und zentralen Rechenstellen zur präzisen Ermittlung der Schusswerte gegen bewegliche Seeziele.
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| Unterstellung: |
Taktische Unterstellung unter die jeweiligen Küstenbefehlshaber bzw. die Festungskommandanten der großen Marineplätze (Kiel, Wilhelmshaven, Helgoland).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Revierschutz: |
Die MAAs schützten die Auslaufwege der U-Boote durch weitreichendes Sperrfeuer gegen feindliche Zerstörer und leichte Überwasserkräfte.
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| Flak-Schirm: |
Bereitstellung des Flugabwehrschutzes für die U-Boot-Werften und die in den Häfen liegenden Boote während der Ausrüstungsphase.
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| Navigationshilfe: |
Die Beobachtungsstände der Artillerieabteilungen dienten oft als Meldestellen für einlaufende Boote und koordinierten den Verkehr in den gesperrten Küstengewässern.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 45-I |
Marineartilleriezeugämter: Akten über die Bewaffnung und technische Ausstattung der Abteilungen bei Kriegsbeginn 1939.
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| BArch RM 17 / RM 16 |
Marinestationen: Unterlagen zur Mobilmachungsplanung und Stationierung der Marineartillerie im Ost- und Nordseebereich.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Abteilungskommandanten und das Fachpersonal der Marineartillerie.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Küstenartillerie: Marine-Artillerie-Abteilungen).
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| Harnier, Wilhelm |
„Artillerie an den Küsten und auf See“ (Details zur Organisation und den Schießverfahren der Küstenartillerie).
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte“ (Informationen zur infrastrukturellen Einbindung der MAAs in die Hafenverteidigung).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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