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| Verband
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51. Vorpostenflottille
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| Die 51. Vorpostenflottille war ein operativer Verband der Sicherungsstreitkräfte, der primär für den Vorposten-, Geleit- und Sicherungsdienst an der strategisch wichtigen norwegischen Westküste verantwortlich war. Aufgestellt aus requirierten norwegischen Fahrzeugen, bildete sie einen wesentlichen Bestandteil der Küstenverteidigung im Raum Bergen. Die Flottille war direkt in die Abwehr alliierter Vorstöße gegen die norwegische Infrastruktur eingebunden und sicherte die Seewege gegen feindliche Überwasserverbände sowie Luftangriffe.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Aufgestellt am 23.12.1940 in Bergen aus norwegischen Booten. Die Unterstellung erfolgte zunächst beim Küstensicherungsverband norwegische Westküste, anschließend beim 5. Küstensicherungsverband.
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| Standort: |
Hauptstützpunkt war Bergen. Von dort aus operierte der Verband entlang der norwegischen Westküste zur Sicherung des Schiffsverkehrs und zur Vorpostenbeobachtung.
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| Operationen: |
1941–1945 Geleit- und Sicherungsdienst im Raum Bergen. Am 27.12.1941 war die Flottille in Gefechte beim britischen Angriff auf Maalöy verwickelt, wobei VP 5102 und VP 5108 versenkt wurden.
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| Ende 1945: |
Mit der Gesamtkapitulation in Norwegen im Mai 1945 stellte die Flottille ihren Dienst ein; die norwegischen Fahrzeuge wurden an die Eigner oder die neue norwegische Marine übergeben.
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| Spezifische Merkmale
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| Küstensicherung: |
Kontinuierliche Überwachung der Fjordzugänge und Küstenabschnitte zur frühzeitigen Meldung von alliierten Flottenbewegungen oder Kommandounternehmen.
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| Kampfeinsatz: |
Aktive Teilnahme an der Abwehr britischer "Combined Operations"-Angriffe (z.B. Operation Archery in Maalöy), was die Verwundbarkeit der Vorpostenverbände verdeutlichte.
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| Ausrüstung: |
Verwendung lokaler norwegischer Walfänger und Fischereifahrzeuge, die mit leichter Flak und Wasserbombenwerfern für den Sicherungseinsatz umgerüstet wurden.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunktschutz: |
Die Flottille sicherte die Anlaufwege nach Bergen, einem der bedeutendsten U-Boot-Stützpunkte (11. U-Flottille), gegen feindliche Zerstörer und Schnellboote.
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| Geleitsicherung: |
Schutz von Versorgungsschiffen und Tankern, die für den Betrieb der U-Boot-Waffe im norwegischen Raum unverzichtbar waren.
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| Transit-Überwachung: |
Überwachung der Küstenstationen und Fahrrinnen, um den getauchten oder aufgetauchten U-Booten einen minen- und feindfreien Marsch in die Operationsgebiete zu ermöglichen.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 61-II |
Befehlshaber der Sicherung: Akten über die operative Gliederung und Gefechtsberichte der Vorpostenflottillen in Norwegen.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über den britischen Angriff auf Maalöy und die Verluste der 51. Vorpostenflottille.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Flottillenchefs und das Fachpersonal der 51. Vorpostenflottille.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenflottillen).
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| Rohwer / Hümmelchen |
„Chronik des Seekrieges 1939–1945“ (Details zum britischen Raid auf Maalöy und den Beteiligten Einheiten).
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte“ (Informationen zur Bedeutung des Stützpunktes Bergen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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