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| Dienststelle
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Torpedowaffenamt
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| Das Torpedowaffenamt war die zentrale technische Fachbehörde im Oberkommando der Kriegsmarine (OKM) für die gesamte Torpedobewaffnung. Es war verantwortlich für die Forschung, Entwicklung, Erprobung und Beschaffung von Torpedos, Zündern und den dazugehörigen Ausstoßsystemen. Das Amt koordinierte die Arbeit der Torpedoversuchsanstalten (TVA) und der Torpedoarsenale. In enger Zusammenarbeit mit der Industrie steuerte das TWa die technologische Anpassung der Waffe an die Erfordernisse des Seekrieges und war maßgeblich an der Behebung technischer Krisen beteiligt.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Konstruktion und Weiterentwicklung von Torpedotypen (G7a/G7e); Entwicklung von Spezialzündern; Planung der Fertigungskapazitäten; Güteprüfung.
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| Standort: |
Sitz der Amtsleitung war Berlin (OKM); enge Vernetzung mit den Erprobungsstellen in der Ostsee (Gdingen/Gotenhafen, Eckernförde).
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| Struktur: |
Unterteilung in Abteilungen für Entwicklung (TWa II), Beschaffung und Verwaltung sowie technische Inspektionen.
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| Ende 1945: |
Mit der Kapitulation im Mai 1945 und der Einstellung der Waffenentwicklung wurde das Amt durch die Alliierten aufgelöst.
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| Spezifische Merkmale
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| Torpedokrise: |
Das TWa stand 1940 unter massivem Druck, die Zünd- und Tiefensteuerungsfehler zu beheben, die den U-Boot-Krieg zu Beginn fast zum Erliegen brachten.
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| Innovation: |
Forcierung von Geheimprojekten wie dem akustischen Eigenlenkkopf (Zaunkönig) und dem schlauchausgestoßenen Torpedo (Lut).
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| Industrie: |
Zentrale Steuerung von Zulieferern wie Siemens-Schuckert und den Deutschen Werken zur Sicherstellung der monatlichen Ausstoßraten.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Schlagkraft: |
Das TWa lieferte das Hauptkampfmittel der U-Boot-Waffe; die Qualität seiner Arbeit entschied unmittelbar über den Erfolg der Feindfahrten.
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| Ausbildung: |
Bereitstellung der technischen Unterlagen und Fachdozenten für die U-Boot-Lehrdivisionen und die Torpedoschulen.
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| Modernisierung: |
Ausrüstung der Frontflottillen mit magnetischen Zündsystemen und elektrischen Antrieben zur Vermeidung von Blasenbahnen.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 21 |
Torpedowaffenamt: Umfangreiche Aktenbestände über Konstruktionszeichnungen, Versuchsberichte und Protokolle der Amtschef-Besprechungen.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die Zusammenarbeit zwischen der operativen Führung und dem TWa bei der Waffenentwicklung.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Marine-Bauräte und Ingenieuroffiziere, die im TWa tätig waren.
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| Literaturverweise
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| Rössler, Eberhard |
„Die Torpedos der deutschen U-Boote“ (Standardwerk zur technischen Geschichte des TWa).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Waffenwesen: Die Torpedowaffe).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Amtschefs).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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