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| Organisation
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Deutsche Verkehrsfliegerschule
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| Die Deutsche Verkehrsfliegerschule war eine vordergründig zivile Organisation, die am 01.04.1925 zur Ausbildung von Piloten gegründet wurde. In der Zeit der Weimarer Republik diente sie als Tarnorganisation für die geheime militärische Ausbildung von Flugzeugführern, da Deutschland laut Versailler Vertrag keine Luftstreitkräfte besitzen durfte. Mit der offiziellen Entstehung der Luftwaffe 1935 wurde die DVS formal in das Reichsluftfahrtministerium eingegliedert, behielt jedoch teils ihren Namen für spezialisierte Lehrgänge bei. Sie bildete die personelle Keimzelle für die späteren Seefernaufklärer und Marineflieger.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
01.04.1925 in Berlin-Staaken; später Verlagerung der Schwerpunkte nach Braunschweig und Warnemünde.
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| Standorte: |
Die Seefliegerausbildung konzentrierte sich auf die Standorte Warnemünde (See) und List auf Sylt.
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| Aufgabe: |
Ausbildung von Flugzeugführern, Beobachtern und Bordfunkern; Entwicklung von Navigationsverfahren für den Flug über See.
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| Ende 1945: |
Mit der Auflösung sämtlicher Luftfahrtorganisationen nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde die DVS endgültig abgewickelt.
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| Spezifische Merkmale
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| Tarnung: |
Die DVS-Schüler trugen zivile Uniformen und galten offiziell als Anwärter für die zivile Luftfahrt (Lufthansa), wurden jedoch nach militärischen Richtlinien geschult.
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| Marine-Sektion: |
Ein erheblicher Teil der DVS-Kapazitäten war für die Ausbildung von Seeoffizieren reserviert, die als "beurlaubt" zur Fliegerei kommandiert wurden.
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| Professionalität: |
Die Schule galt als weltweit führend in der Blindflug- und Funknavigationsausbildung, was für den späteren Seekrieg entscheidend war.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kaderausbildung: |
Spätere U-Boot-Kommandanten (wie Reinhard Hardegen) erhielten bei der DVS ihre fliegerische Grundausbildung, bevor sie zur U-Boot-Waffe wechselten.
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| Luft-See-Taktik: |
Die bei der DVS entwickelten Verfahren zur Standortbestimmung über Wasser waren die Grundlage für die spätere Zusammenarbeit zwischen U-Booten und Fernaufklärern.
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| Beobachterschulung: |
Ausbildung der Spezialisten, die später vom Flugzeug aus die Einweisung der U-Boot-Rudel auf die alliierten Geleitzüge koordinierten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RL 7 |
Luftwaffenkommando: Akten über die Frühzeit der Fliegerausbildung und die Kooperation mit der Reichsmarine.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit dem Vermerk "Lehrgang DVS" zur Kennzeichnung der frühen Flugausbildung.
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| BArch RM 3 |
Reichsmarineamt: Unterlagen zur geheimen Finanzierung und personellen Bestückung der DVS-Seestellen.
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| Literaturverweise
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| Dierich, Wolfgang |
„Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Kapitel: Die Schulen der DVS).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Seefernaufklärung: Ursprünge in der DVS).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Marinefliegerlaufbahnen).
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