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16. U-Stammkompanie

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Dienststelle 16. U-Stammkompanie (22. U-Flottille)
Die 16. U-Stammkompanie war eine administrative Sammeleinheit innerhalb der 22. Unterseebootsflottille (Schulflottille). Sie diente der personellen Verwaltung, Unterbringung und truppendienstlichen Führung der U-Boot-Schüler und des Stamm-Personals am Standort Gotenhafen (Gdingen). Da die 22. U-Flottille primär für die taktische Ausbildung und die Einweisung in die Bedienung der U-Boot-Typen zuständig war, fungierte die Kompanie als zentrale Schnittstelle für das Personal, das die dortigen Lehrgänge durchlief oder als Funktionspersonal den Flottillenbetrieb an Land stützte.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Formiert im Zuge der Aufstellung der 22. U-Flottille im Jahr 1941; administrativ dem Flottillenchef unterstellt.
Standort: Gotenhafen (Westpreußen). Nutzung lokaler Kasernenanlagen und Wohnschiffe (z.B. "Wilhelm Gustloff") zur Beherbergung der Besatzungen.
Aufgabe: Führung der Stammrollen; Abwicklung des Urlaubs- und Versetzungswesens; Durchführung des militärischen Landdienstes; Einkleidung.
Ende 1945: Auflösung im Zuge der Räumung Gotenhafens im Frühjahr 1945 und der anschließenden Kapitulation im Mai 1945.
Spezifische Merkmale
Ausbildungsbetrieb: Koordination des Personalflusses für die Schulboote der 22. Flottille, die auf die Ausbildung in der Schießlehre und Taktik spezialisiert war.
Personalpool: Verwaltung von tausenden Soldaten, die nach ihrer Fachausbildung (z.B. Torpedoschule) zur praktischen Bordausbildung nach Gotenhafen kamen.
Evakuierung: Beteiligung an der logistischen Abwicklung der Fluchtbewegungen und des Abtransports von Marinepersonal über die Ostsee im Jahr 1945.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kaderformierung: Die Kompanie war verantwortlich für die Zusammenstellung und Verwaltung von Ergänzungsbesatzungen für die Frontflottillen im Westen und Norden.
Stützpunkthilfe: Bereitstellung von Arbeitskommandos und Wachpersonal für die umfangreichen U-Boot-Anlagen und Arsenale im Bereich Gotenhafen.
Integration: Aufnahme und Verwaltung von "besatzungslosen" U-Boot-Fahrern nach der Vernichtung ihrer Boote oder nach Rückkehr aus den Lazaretten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Stammabteilungen: Akten über die Gliederung der U-Stammkompanien im Bereich des H.K.U. (Höherer Kommandeur der U-Ausbildung).
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Berichte über die personelle Kapazität der Ausbildungsverbände in der Ostsee.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Kommandierungen zur 16. U-Stammkompanie als Teil der Ausbildungslaufbahn.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: U-Schulflottillen).
Rössler, Eberhard „Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zur Ausbildungsorganisation in Westpreußen).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Landdienststellen der U-Flottillen).
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