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Seenotgruppe

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Verband Seenotgruppe
Die Seenotgruppen waren spezialisierte Verbände der Luftwaffe (unterstellt dem Seenotdienst), die in enger Kooperation mit der Kriegsmarine agierten. Sie dienten der Rettung von Flugzeugbesatzungen und Schiffbrüchigen aus Seenot. Eine Gruppe bestand meist aus mehreren Seenotstaffeln, die mit Wasserflugzeugen (He 59, Do 24) und Seenotbooten ausgerüstet waren. Die Einsatzgebiete erstreckten sich über alle europäischen Küstengewässer, von der Nord- und Ostsee über den Atlantik bis zum Mittelmeer und dem Schwarzen Meer.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Etablierung des organisierten Seenotdienstes ab 1935; massive Erweiterung bei Kriegsausbruch 1939.
Standorte: Strategische Stützpunkte wie Kiel-Holtenau, Brest, Lorient, Stavanger und Warna (Bulgarien).
Aufgabe: Suche und Bergung von Personal; Sanitätsflüge über See; Wetterbeobachtung; Unterstützung von Marineoperationen.
Ende 1945: Auflösung nach der Kapitulation; teilweise Weiterbetrieb unter alliierter Aufsicht zur Räumung von Minenfeldern und Flüchtlingstransporten.
Spezifische Merkmale
Technik: Einsatz der Dornier Do 24, die als eines der besten Seenotflugzeuge des Krieges galt (hohe Seefähigkeit).
Kennung: Die Flugzeuge trugen oft weiße Markierungen oder das Rote Kreuz (was jedoch im Kriegsverlauf nicht immer vor Angriffen schützte).
Personal: Gemischtes Personal aus Luftwaffe und erfahrenen Seeleuten der Marine (als Beobachter oder Bootsführer).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rettung: Bergung von U-Boot-Besatzungen nach Versenkungen im küstennahen Bereich oder nach Havarien während der Ausbildung in der Ostsee.
Kooperation: Die Seenotstaffeln in den U-Boot-Stützpunkten (z. B. 6. Seenotstaffel in Lorient) sicherten die gefährdeten Auslaufwege in der Biskaya.
Medizin: Schneller Transport von schwerverletzten U-Boot-Fahrern von einlaufenden Booten in die Speziallazarette an Land.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 8 Luftwaffe / Verbände: Akten über die Organisation und die Einsatzberichte der Seenotgruppen und -staffeln.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Unterlagen zur Zusammenarbeit zwischen Marine und dem Seenotdienst der Luftwaffe.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Marineangehörige, die zu Seenotverbänden kommandiert wurden.
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Kapitel: Der Seenotdienst).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Sanitäts- und Rettungswesen).
Born, Hans-Otto „Der Seenotdienst der deutschen Luftwaffe 1939–1945“ (Standardwerk zur Organisationsgeschichte).
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