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Kompanie Schleswig-Holstein

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Verband Kompanie Schleswig-Holstein
Die Kompanie Schleswig-Holstein war eine freiwillige Formation, die 1919 im Rahmen der Eisernen Division im Baltikum kämpfte. Die Eiserne Division unter Major Josef Bischoff war ein privater Verband aus Resten der 8. Armee und Freiwilligen, die gegen die Rote Armee und lettische Nationaltruppen antraten. Die Kompanie Schleswig-Holstein rekrutierte sich vorwiegend aus Veteranen der kaiserlichen Marine und des IX. Armeekorps. Nach dem Verbot durch die Reichsregierung und den Kämpfen um Riga wurde der Verband Ende 1919 nach Deutschland zurückgeführt und im Raum Memel bzw. Schleswig aufgelöst.
Entstehung, Funktion und Einsatz
Aufstellung: Anfang 1919 in Schleswig-Holstein als Freiwilligeneinheit; Eingliederung in die Eiserne Division zur Verteidigung des Baltikums.
Charakter: Hochmilitarisierter Verband mit ausgeprägtem Korpsgeist; oft durch nationale und antikommunistische Gesinnung geprägt.
Einsatz 1919: Kämpfe in Kurland und Livland; Einnahme von Riga (Mai 1919); verlustreiche Rückzugskämpfe gegen lettisch-estnische Verbände.
Ende 1919: Rückmarsch nach Ostpreußen; offizielle Auflösung und teilweiser Übergang in die vorläufige Reichswehr oder den Grenzschutz Ost.
Spezifische Merkmale
Status: Die Angehörigen galten als „Baltikumer“ und trugen oft das Totenkopf-Emblem der Eisernen Division am Ärmel oder Helm.
Besiedlung: Viele Freiwillige hofften auf die versprochene Ansiedlung als Wehrbauern im Osten, was politisch jedoch scheiterte.
Ausrüstung: Nutzung von Restbeständen des kaiserlichen Heeres; charakteristisch war die wilde Bewaffnung und improvisierte Panzerwagen.
Relevanz für die Marine
Kaderbildung: Zahlreiche Offiziere der Crew 1921 und 1922 der Reichsmarine (später U-Boot-Kommandanten) begannen ihre militärische Laufbahn in baltischen Freikorps.
Marine-Bezug: Die Kompanie Schleswig-Holstein unterhielt enge Verbindungen zu den in Libau liegenden Marine-Einheiten und Sicherungskräften.
Ideologie: Der kompromisslose Kampfstil der Freikorps prägte das taktische Verständnis vieler späterer Marineoffiziere in der Kriegsmarine.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch PH 16 Freikorps und Freiwilligenverbände: Akten über die Eiserne Division und deren Untergliederungen im Baltikum.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Zusammenarbeit mit Freikorps zur Sicherung der baltischen Häfen 1919.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Freikorps-Dienstzeiten bei Offizieren der Kriegsmarine (z.B. Vermerk „Eiserne Division“).
Literaturverweise
Bischoff, Josef „Die Eiserne Division im Baltikum 1919: Ein Rechenschaftsbericht“.
Tessin, Georg „Deutsche Verbände und Truppen 1918–1939“ (Gliederung der Freikorps im Osten).
Sauer, Bernhard „Vom Mythos eines ewigen Soldatentums: Die Freikorps im Baltikum“.
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