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Aufklärungsführer Schwarzes Meer

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Dienststelle Aufklärungsführer Schwarzes Meer (Luftwaffe)
Der Aufklärungsführer Schwarzes Meer war eine Dienststelle der Luftwaffe, die für die operative Führung und Koordination der Seeaufklärungsverbände im Schwarzmeerraum zuständig war. Er unterstand taktisch dem Admiral Schwarzes Meer und arbeitete eng mit dem Marinegruppenkommando Süd zusammen. Seine Hauptaufgabe bestand in der Fernaufklärung gegnerischer Flottenbewegungen, der Überwachung der sowjetischen Häfen sowie der Zielzuweisung für Kampfverbände und U-Boote. Zum Einsatz kamen vorwiegend Wasserflugzeuge (He 114, Ar 196) und Fernaufklärer (BV 138), die von Stützpunkten in Rumänien, Bulgarien und auf der Krim operierten.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Etablierung im Zuge des Feldzuges gegen die Sowjetunion (1941) zur Sicherung der maritimen Flanke im Süden.
Aufgabe: Seefernaufklärung; Küstenüberwachung; U-Jagd-Sicherung; Wettererkundung; Koordination des Seenotdienstes im Operationsgebiet.
Standorte: Gefechtsstände u. a. in Konstanza (Rumänien), Warna (Bulgarien) und Sewastopol (Krim).
Ende 1944: Auflösung bzw. Rückzug im Spätsommer 1944 nach dem Zusammenbruch der rumänischen Front und der Räumung der Schwarzmeerküste.
Spezifische Merkmale
Zusammenarbeit: Enge Verzahnung mit der 30. U-Flottille; die Aufklärungsergebnisse waren essenziell für die Ansetzung der kleinen Typ II-Boote.
Technik: Einsatz der BV 138 ("Fliegender Holzschuh"), die aufgrund ihrer hohen Ausdauer ideal für stundenlange Überwachungsflüge über dem offenen Meer geeignet war.
Feindlage: Überwachung der sowjetischen Schwarzmeerflotte, um Überraschungsangriffe auf die wichtigen rumänischen Öl-Verladehäfen zu verhindern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Zielweisung: Der Aufklärungsführer lieferte die entscheidenden Positionsmeldungen sowjetischer Frachter und Kriegsschiffe für die Angriffe der 30. U-Flottille.
Sicherung: Fliegerische Absicherung der U-Boot-Anlaufwege vor Konstanza gegen sowjetische U-Jagd-Verbände und Minenleger.
Kommunikation: Direkter Informationsaustausch zwischen den Beobachtern der Aufklärungsstaffeln und den Funkstellen der U-Boot-Waffe im Raum Südost.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 7 Luftwaffenkommando: Akten über die Organisation und die Einsatzberichte des Aufklärungsführers Schwarzes Meer.
BArch RM 35-III Marinebefehlshaber Rumänien/Bulgarien: Unterlagen zur operativen Zusammenarbeit mit der Luftwaffe.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Verbindungsoffizieren der Marine beim Aufklärungsführer Schwarzes Meer.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Luftwaffe über dem Schwarzen Meer).
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Gliederung der Seefernaufklärergruppen).
Birley, C. „Die 30. U-Flottille: Der Einsatz der deutschen U-Boote im Schwarzen Meer“ (Details zur Luftunterstützung).
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