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Küstenschutzdivision Jade

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Verband Küstenschutzdivision Jade
Die Küstenschutzdivision Jade war eine während des Ersten Weltkrieges aufgestellte operative Einheit der Kaiserlichen Marine. Sie war verantwortlich für die unmittelbare Sicherung der Jademündung und des Reichskriegshafens Wilhelmshaven gegen feindliche Vorstöße und Minenunternehmungen. Der Verband umfasste eine Vielzahl von Sicherungsfahrzeugen, darunter ältere Linienschiffe der Küstenpanzerschiff-Klasse (als schwimmende Batterien), Torpedoboote der Reserve sowie Hilfsminensucher und Vorpostenboote. Sie bildete den inneren Verteidigungsring vor der deutschen Nordseeküste und koordinierte das Zusammenwirken mit den schweren Einheiten der Hochseeflotte beim Verlassen des Hafens.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Mobilmachung 1914; Sitz des Stabes in Wilhelmshaven; unterstand dem Kommando der Hochseeflotte.
Aufgabe: Seeraumüberwachung der Jademündung; Minenräumdienst; Geleitschutz für auslaufende Flottenverbände; Abwehr von Vorstößen der Royal Navy.
Einheiten: Küstenpanzerschiffe (z. B. Beowulf-Klasse), ältere Torpedoboote, bewaffnete Fischdampfer und Hilfsschiffe.
Ende 1918: Auflösung im Zuge der Demobilisierung und des Zusammenbruchs der Kaiserlichen Marine nach dem Waffenstillstand.
Spezifische Merkmale
Verteidigung: Die Division stellte sicher, dass die schweren Einheiten der Hochseeflotte jederzeit minenfreie und gesicherte Auslaufwege in die Deutsche Bucht vorfanden.
Flugabwehr: Frühe Formen der Flugabwehr durch die Beobachtungsposten und leichte Bewaffnung der Schiffe zum Schutz der Jade-Anlagen.
Personal: Besetzung primär durch Reservisten und erfahrene Seeleute der Handelsmarine, die in den Sicherungsdienst eingegliedert wurden.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Auslaufschutz: Die Küstenschutzdivision sicherte die sensiblen ersten Seemeilen für die in Wilhelmshaven stationierten U-Boote beim Marsch in die Operationsgebiete.
Nachrichten: Weitergabe von Sichtmeldungen feindlicher Einheiten an die U-Boot-Leitstellen zur taktischen Auswertung.
Basis: Schutz der U-Boot-Werften und Liegeplätze in Wilhelmshaven gegen Überraschungsangriffe von See her.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 2 Kaiserliche Marine / Admiralstab: Akten über die Küstenverteidigung der Nordsee und die Jade-Sicherung.
BArch RM 92 Kriegstagebücher der Sicherungsverbände der Nordsee 1914–1918.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeiten in der Küstenschutzdivision Jade.
Literaturverweise
Scheer, Reinhard „Deutschlands Hochseeflotte im Weltkriege“ (Details zur Sicherungsorganisation).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: Wilhelmshaven und die Jade“.
Hildebrand, Hans „Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis heute“.
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