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53. Vorpostenbootflottille

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Verband 53. Vorpostenbootflottille
Die 53. Vorpostenbootflottille war ein Sicherungsverband, der unmittelbar nach Kriegsende 1945 im Rahmen des Deutschen Minenräumdienstes (German Minesweeping Administration - GMSA) unter britischer Aufsicht neu- bzw. umformiert wurde. Die Flottille bestand aus ehemaligen Kriegsfischkuttern (KFK) und Hilfsschiffen der Kriegsmarine. Ihre Hauptaufgabe im Jahr 1946 war die Beseitigung der massiven Minensperren in den deutschen Küstengewässern der Nordsee, insbesondere im Bereich der Elbe- und Wesermündung, um die zivile Schifffahrt und die Versorgung Norddeutschlands wieder zu ermöglichen.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Sommer/Herbst 1945 aus Resten ehemaliger Sicherungsflottillen; unterstellt der 5. Minenräumdivision (Bremen/Wesermünde).
Aufgabe: Minenräumen; Wrackmarkierung; Sicherung der Schifffahrtswege; Fischereischutz; Bergungshilfe.
Standorte: Wesermünde (Bremerhaven) und Cuxhaven.
Ende 1946: Im Zuge der Auflösung der GMSA Ende 1947 wurden die Einheiten teils an zivile Eigner zurückgegeben oder in den nachfolgenden Minenräumverband (MRV) überführt.
Spezifische Merkmale
Personal: Besetzung durch deutsches Marinepersonal, das offiziell als „Minenräumpersonal“ unter britischem Oberbefehl stand (kein Kombattantenstatus).
Ausrüstung: Ehemalige KFK und Fischdampfer, die mit Minenräumgeschirr (Scherdrachen) und leichter Verteidigungsbewaffnung ausgestattet waren.
Organisation: Die Flottille unterlag strengen alliierten Kontrollen hinsichtlich Treibstoffverbrauch und Bewegungsfreiheit.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Entminung: Räumung der ehemaligen U-Boot-Übungs- und Transitgebiete von deutschen und alliierten Sperrwaffen.
Personaltransfer: Zahlreiche ehemalige U-Boot-Männer fanden in diesen Flottillen nach der Kapitulation eine vorläufige Beschäftigung zur Sicherung ihres Lebensunterhalts.
Schiffsmaterial: Sicherstellung ehemaliger U-Boot-Begleitfahrzeuge, die für den Räumdienst technisch geeignet waren.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 125 Deutscher Minenräumdienst (GMSA): Akten über die Gliederung und Einsatzberichte der 53. Flottille 1945–1947.
BArch RM 61 Vorpostenflottillen: Unterlagen zur Überführung von Kriegseinheiten in den Räumdienst.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit dem Nachweis der Dienstzeit im Minenräumdienst (1945–1946).
Literaturverweise
Peifer, Douglas „The Three German Navies: Dissolution, Transition, and New Beginnings“ (Details zur GMSA).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band III: Der deutsche Minenräumdienst).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Anhang: Nachkriegsformationen).
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