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64. Vorpostenflottille

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Verband 64. Vorpostenflottille
Die 64. Vorpostenflottille wurde im Juni 1944 durch die Umbenennung und Umgliederung der vormaligen Hafenschutzflottille Drontheim aufgestellt. Sie unterstand operativ dem Seekommandanten Drontheim im Bereich des Admirals der norwegischen Westküste. Der Verband wurde primär zu Sicherungsaufgaben im Trondheimfjord und den angrenzenden Küstengewässern eingesetzt, wobei der Stützpunkt Hysnes als operativer Ausgangspunkt diente. Die Flottille bestand aus einer Vielzahl bewaffneter Hilfsschiffe und Kutter, die den Geleitschutz und die Seeraumüberwachung sicherstellten. Nach der Kapitulation verblieb der Verband zunächst unter britischer Aufsicht im Dienst und wurde im Sommer 1945 offiziell aufgelöst.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Juni 1944; hervorgegangen aus der Hafenschutzflottille Drontheim.
Aufgabe: Vorpostendienst; Küstensicherung; Geleitschutz für Küstentransporte; Überwachung der Fjordeinfahrten; U-Jagd im Nahbereich.
Standort: Hysnes (Norwegen); operativer Bereich Drontheim (Trondheim).
Ende 1945: Auflösung im Sommer 1945 nach der Kapitulation und der Entwaffnung der Marineeinheiten in Norwegen.
Spezifische Merkmale
Struktur: Einsatz von umgerüsteten Walfängern, Fischdampfern und Kriegsfischkuttern (KFK) als Vorpostenboote.
Stützpunkt Hysnes: Strategisch wichtige Lage an der Verengung des Trondheimfjords, eng verzahnt mit der dortigen Marine-Küstenartillerie.
Kooperation: Zusammenarbeit mit der 56. Vorpostenflottille zur lückenlosen Überwachung der norwegischen Westküste.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
U-Stützpunkt: Die 64. Vp-Flottille sicherte die An- und Abläufe der Front-U-Boote der 13. U-Flottille für den Stützpunkt Drontheim (Bunker "Dora").
Wegesicherung: Freihaltung der Zwangswegsysteme von alliierten Minen und Schutz der Boote gegen britische Schnellboot-Vorstöße.
Logistik: Unterstützung beim Transfer von Ausrüstung und Personal zwischen den verschiedenen Marine-Anlagen innerhalb des Fjords.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 Sicherungsverbände in Norwegen: Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 64. Vorpostenflottille.
BArch RM 45-II Seekommandant Drontheim: Akten über die Küstensicherung und den Einsatz der Vorpostenboote.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen in der „64. Vorpostenflottille“.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Sicherungsstreitkräfte Norwegen).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: Norwegen (Drontheim)“.
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Vorpostenverbände).
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