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2. Marine-Nachrichtenabteilung

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Verband 2. Marine-Nachrichtenabteilung
Die 2. Marine-Nachrichtenabteilung war eine zentrale Nachrichteneinheit der Kriegsmarine, die primär für den Aufbau, den Betrieb und die Sicherung der Nachrichtenverbindungen im Bereich der Marinestation der Nordsee verantwortlich war. Sie unterstand truppendienstlich dem Nachrichtenführer der Marinestation der Nordsee (Wilhelmshaven). Die Abteilung betrieb wichtige Küstenfunkstellen, Signalstationen und Fernsprechknotenpunkte. Während des Krieges dehnte sich ihr Einsatzgebiet auf die besetzten Westgebiete (Niederlande/Frankreich) aus, wo sie maßgeblich an der Errichtung der Kommunikationswege für die Marinegruppenbefehlshaber und die Sicherungsverbände beteiligt war.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Formierung im Zuge der Aufrüstung in Wilhelmshaven; Mobilmachungs-Stärke ab August 1939.
Aufgabe: Betrieb von Funk- und Fernschreibstellen; Signalwesen; Wartung der ortsfesten Nachrichtenanlagen; Horchdienst-Unterstützung.
Standorte: Hauptsitz Wilhelmshaven; Außenstellen in Cuxhaven, Emden sowie zeitweise in den besetzten Gebieten (z. B. Den Haag).
Ende 1945: Auflösung im Mai 1945 nach der britischen Besetzung Nordwestdeutschlands; Übergabe der Sendeanlagen.
Spezifische Merkmale
Infrastruktur: Die 2. M.N.A. war verantwortlich für die technische Klarstellung der Großfunkstellen, die den Funkverkehr mit der Hochseeflotte hielten.
Personal: Einsatz von hochspezialisierten Funkmeistern, Fernschreibern und Marinehelferinnen (Nachrichtenhelferinnen) in der zweiten Kriegshälfte.
Technik: Betreuung der Fernsprech-Sondernetze der Marine zur abhörsicheren Verbindung zwischen den Festungskommandanten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Funkführung: Betrieb der Relaisstationen, über welche die Befehle des BdU (Befehlshaber der Unterseeboote) an die im Atlantik operierenden Rudel geleitet wurden.
Stützpunktfunk: Sicherstellung der Nachrichtenwege für die U-Boot-Stützpunkte in der Deutschen Bucht (z.B. Helgoland) zur Koordination der Ein- und Ausläufe.
Ortung: Technische Unterstützung bei der Errichtung von Funkmeß-Beobachtungsstellen (FuMB) zum Schutz der U-Boot-Transitwege vor Luftangriffen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinenachrichtentruppen: Akten über die Gliederung und den Einsatz der Nachrichtenabteilungen der Nordsee.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen in der „2. Marine-Nachrichtenabteilung Wilhelmshaven“.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über den Zustand und die Auslastung der Nachrichtennetze im Bereich Nordsee.
Literaturverweise
Giessler, Helmuth „Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst: Technische Entwicklung und operativer Einsatz“.
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Das Nachrichtenwesen der Marine).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Nachrichteneinheiten).
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