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8. Räumbootsflottille

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Verband 8. Räumbootsflottille
Die 8. Räumbootsflottille wurde im Januar 1942 für den Einsatz im Ärmelkanal aufgestellt. Sie unterstand operativ der 2. Sicherungs-Division. Die Flottille war mit Booten des Typs R 53 bis R 129 ausgerüstet und operierte von Stützpunkten in den Niederlanden und Nordfrankreich (u. a. Boulogne und Cherbourg). Nach der alliierten Invasion in der Normandie im Juni 1944 und dem Rückzug der deutschen Truppen verlegte der Verband nach Aarhus in Dänemark. Dort sicherte die Flottille bis zum Kriegsende die Schifffahrtswege im Kattegat und im Skagerrak gegen alliierte Luftminen und Schnellbootvorstöße.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Januar 1942; Formierung für den Sicherungsdienst an der Kanalküste.
Aufgabe: Minenräumdienst; Geleitschutz für Küstenkonvois; Sicherung der Zwangswegsysteme; Rettungsdienst (Seenot).
Standorte: 1942–1944: Kanalküste (Frankreich/Niederlande); 1944–1945: Aarhus (Dänemark).
Ende 1945: Kapitulation im Mai 1945 in Dänemark; anschließend teils im Deutschen Minenräumdienst (GMSA) eingesetzt.
Spezifische Merkmale
Einsatz Kanal: Ständige Gefechtsberührung mit britischen Schnellbooten (MTBs) und massiven Luftangriffen während der Räumarbeit.
Rückzug 1944: Geordnete Verlegung der fahrbereiten Einheiten nach Jütland zur Verstärkung der dortigen Sicherungskräfte.
Führung: Geleitet durch erfahrene Flottillenchefs wie Korvettenkapitän Gerhard von Kamptz.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Die 8. R-Flottille hielt die Auslaufwege für U-Boote im Kanalraum und später in den dänischen Gewässern minenfrei.
U-Jagd-Schutz: Beteiligung an defensiven Sicherungsschirmen für ein- und auslaufende Boote gegen britische Küstenstreitkräfte.
Personal: Austausch von Spezialisten für die Minenortung (z.B. Einsatz von S-Geräten zur Wrack- und Minensuche).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Räumbootsflottillen: Kriegstagebücher, Einsatzberichte und Verlustlisten der 8. R-Flottille.
BArch RM 45-II Admiral Dänemark: Akten über die Verlegung und den Einsatz der Flottille im Raum Aarhus ab 1944.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen auf den Booten der 8. Räumbootsflottille.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Sicherungsstreitkräfte).
Hümmelchen, Gerhard „Die deutschen Räumboote im Zweiten Weltkrieg“ (Details zur 8. Flottille).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Flottillenchefs).
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