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Marineartilleriezeugamt Rochefort

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Dienststelle Marineartilleriezeugamt Rochefort
Das Marineartilleriezeugamt Rochefort wurde nach der Besetzung der französischen Atlantikküste im Sommer 1940 eingerichtet. Es unterstand der Inspektion der Marineartillerie bzw. dem Marineartilleriearsenal. Die Dienststelle war verantwortlich für die Lagerung, Instandsetzung und Ausgabe von artilleristischem Gerät, Optiken und Munition für die im Raum La Rochelle/La Pallice stationierten See- und Landstreitkräfte. Rochefort nutzte dabei die umfangreiche Infrastruktur des ehemaligen französischen Marinearsenals. Das M.A.Z. stellte die materielle Einsatzbereitschaft der Küstenbatterien am Atlantikwall sowie der Flak-Einheiten im Bereich der U-Boot-Stützpunkte sicher.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Juni/Juli 1940; Übernahme der französischen Arsenalbetriebe in Rochefort.
Aufgabe: Verwaltung von Geschützen und Ersatzteilen; Prüfung von Zieloptiken; Munitionsbevorratung; Werkstattbetrieb für Artilleriematerial.
Unterstellung: Marineartilleriearsenal (West); fachliche Aufsicht durch das Marinewaffenamt (Wa I).
Ende 1945: Betrieb bis zur Kapitulation der "Festung La Rochelle" im Mai 1945; anschließende Rückgabe an die französische Marine.
Spezifische Merkmale
Logistik: Zentrale Drehscheibe für den Nachschub von Flak-Munition und schweren Granaten für die Batterien der Biskaya-Küste.
Technik: Spezialwerkstätten zur Justierung von Entfernungsmessern und Feuerleitgeräten der Marine-Artillerie-Abteilungen.
Personal: Führung durch Feuerwerker-Offiziere und Waffenoffiziere, unterstützt durch technisches Zivilpersonal und Marine-Artillerie-Spezialisten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Flak-Ausrüstung: Versorgung der U-Boote der 3. und 9. Flottille in La Pallice mit Ersatzrohren und Verschlussteilen für die Flak-Bewaffnung.
Munition: Bereitstellung der Spreng- und Brandmunition für die Deckskanonen (8,8-cm und 10,5-cm) der auslaufenden Frontboote.
Bunker-Schutz: Materielle Ausstattung der schweren Flak-Batterien, die den Luftraum über den U-Boot-Bunkern von La Rochelle sicherten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 20 Marinewaffenamt: Akten über die Organisation und Materialbestände der Marineartilleriezeugämter im Westen.
BArch RM 35-III Marineoberkommando West: Berichte über die logistische Lage und die Arsenalkapazitäten in Rochefort.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit der Verwendung als „Waffenoffizier“ oder „Zeugamtsleiter“ in Rochefort.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Das Waffenwesen der Marine).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Artillerie-Ämter).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: Frankreich (Atlantikküste)“.
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