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Motorbootabteilung Rotterdam

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Verband Motorbootabteilung Rotterdam
Die Motorbootabteilung Rotterdam wurde im Sommer 1940 im Zuge der Vorbereitungen für das „Unternehmen Seelöwe“ (geplante Invasion Englands) aufgestellt. Sie unterstand operativ dem Stab des Transportchefs Rotterdam. Die Abteilung bestand primär aus requirierten zivilen Motorbooten, Schleppern und kleineren Binnenschiffen, die für militärische Transportaufgaben im Ärmelkanal umgerüstet wurden. Ihre Hauptaufgabe war die Bereitstellung von Schleppkapazitäten für die nicht motorisierten Invasionsprahme sowie der küstennahe Nachschubverkehr zwischen den niederländischen und belgischen Häfen. Nach der unbefristeten Verschiebung der Invasion wurde die Abteilung Ende 1940 schrittweise umgegliedert oder aufgelöst.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Juli 1940 in Rotterdam; Erfassung und Umbau von hunderten niederländischen Motorfahrzeugen.
Aufgabe: Schleppdienst für Landungsboote; Kurier- und Verbindungsfahrten; Sicherung der Bereitstellungsräume; Personaltransport.
Unterstellung: Transportchef beim Marinegruppenkommando West (später Admiral Atlantikküste).
Ende 1940: Abwicklung nach der Einstellung der aktiven Invasionsvorbereitungen im Oktober 1940.
Spezifische Merkmale
Improvisation: Einsatz einer Vielzahl heterogener Bootstypen, was zu erheblichen logistischen Problemen bei Wartung und Ersatzteilversorgung führte.
Bewaffnung: Notdürftige Ausrüstung der Motorboote mit leichten Maschinengewehren (MG 15/34) zur Behelfs-Flugabwehr.
Personal: Führung durch Seeoffiziere des Beurlaubtenstandes und erfahrene Binnenschiffer als Sonderführer.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Hafenschutz: Teile der Abteilung wurden nach Ende 1940 in die Hafenschutzflottillen überführt, die auch die U-Boot-Basen in den Niederlanden sicherten.
Schlepphilfe: Unterstützung beim Verholen von U-Booten innerhalb des weitläufigen Rotterdamer Hafens bei Werftliegezeiten (Wilton-Fijenoord).
Erfahrung: Die bei der Motorbootabteilung gewonnenen nautischen Erkenntnisse im Gezeitenrevier flossen in die späteren Sicherungsanweisungen der Kanalstützpunkte ein.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Invasionsvorbereitungen (Unternehmen Seelöwe) und die Aufstellung von Transportflotten.
BArch RM 35-III Marinegruppenkommando West: Berichte über die Erfassung von Motorbooten im Raum Rotterdam 1940.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen bei der „Motorbootabteilung Rotterdam“.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Unternehmen Seelöwe - Die Transportverbände).
Schenk, Peter „Landung in England: Die Planung des Unternehmens Seelöwe“ (Details zur Flottenzusammensetzung).
Klee, Karl „Das Unternehmen Seelöwe: Die geplante deutsche Landung in England 1940“.
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