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Sperrwaffenkommando Gotenhafen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Dienststelle Sperrwaffenkommando Gotenhafen
Das Sperrwaffenkommando Gotenhafen wurde nach der Besetzung Polens 1939 im Rahmen des Ausbaus von Gotenhafen zum bedeutendsten Stützpunkt der Kriegsmarine in der östlichen Ostsee eingerichtet. Es unterstand dem Kommandanten im Abschnitt Gotenhafen. Die Dienststelle war verantwortlich für die Lagerung, Wartung und Vorbereitung von Seeminen, Sperrwaffen und Netzkreisen. In den weitläufigen Depotanlagen wurden sowohl Ankertauminen als auch moderne Magnet- und Druckminen für den Einsatz durch Überwassereinheiten und U-Boote bereitgehalten. Zudem koordinierte das Kommando die Errichtung von Netzsperren zum Schutz der Reede gegen feindliche U-Boot-Einbrüche.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Ende 1939 nach der Einnahme von Gotenhafen; Nutzung polnischer Hafen- und Depotstrukturen (Oxhöft).
Aufgabe: Minen- und Sperrmaterialverwaltung; Ausrüstung von Minenlegern; Bau und Instandhaltung von Hafenschutz-Netzsperren.
Unterstellung: Kommandant im Abschnitt Gotenhafen; fachlich der Inspektion der Sperrwaffen unterstellt.
Ende 1945: Auflösung im März 1945 im Zuge der Räumung Gotenhafens vor der herannahenden Roten Armee.
Spezifische Merkmale
Infrastruktur: Gotenhafen bot durch seine modernen Kaianlagen ideale Bedingungen für das schnelle Beladen großer Minenschiffe.
Technik: Spezialwerkstätten zur Einstellung von Fernzünd- und Magnetismus-Sensoren der neuesten Minengenerationen.
Personal: Besetzung mit Sperrwaffenoffizieren, Sperrmeistern und zivilen Fachkräften der Marinewerft Gotenhafen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildung: Bereitstellung von Übungssperrwaffen für die taktische Ausbildung der U-Boot-Lehrdivisionen (z. B. 22. U-Flottille).
Schutz: Das Kommando sicherte die U-Boot-Liegeplätze in Gotenhafen durch schwere Netzsperren gegen sowjetische U-Boot-Vorstöße.
Minenkrieg: Ausrüstung der Front-U-Boote mit Torpedominen (TMB/TMC) für Einsatzzwecke in der östlichen Ostsee und dem Finnischen Meerbusen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Sperrverbände und Minensuchstreitkräfte: Akten über die Organisation und Depots der Sperrwaffenkommandos.
BArch RM 45-II Seekommandant Gotenhafen: Berichte über die Hafensicherung und den Sperrwaffeneinsatz im Abschnitt.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen im „Sperrwaffenkommando Gotenhafen“.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Landorganisation Gotenhafen).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Sperr-Dienststellen).
Ruge, Friedrich „Im Küstenvorfeld: Der Kampf der Minensuchboote, Flakjäger und Sperrbrecher“.
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